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Das Leben genießen – jetzt erst recht

Wer an Krebs erkrankt, soll­te ver­su­chen, den eige­nen Kräf­ten und Erfah­run­gen zu ver­trau­en, und so aktiv wie mög­lich wei­ter­hin am Leben teilzunehmen.

A

Wie kann ich meinen Alltag wieder bewältigen?
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Eine Krebs­er­kran­kung ver­än­dert den All­tag von Erkrank­ten und ihren Ange­hö­ri­gen – manch­mal zeit­wei­se, manch­mal auch auf Dau­er. Nicht nur die Erkran­kung selbst, auch die Behand­lun­gen und ihre Fol­gen haben Aus­wir­kun­gen auf das gewohn­te Leben. Trotz der Krebs­er­kran­kung gilt es, den All­tag zu bewäl­ti­gen. Der Wunsch, das eige­ne Leben wei­ter nach den per­sön­li­chen Vor­stel­lun­gen zu leben, bleibt im All­ge­mei­nen bestehen und dient vie­len Betrof­fe­nen als per­sön­li­che Antriebsquelle.

Eine gesun­de Lebens­füh­rung kann sich posi­tiv auf Ihren kör­per­li­chen Zustand aus­wir­ken. Ernäh­rung und Bewe­gung spie­len gera­de bei hor­mon­be­ding­ten Krebs­ar­ten wie dem Pro­statakar­zi­nom eine wich­ti­ge Rol­le. Mit einer bewuss­ten Lebens­wei­se kön­nen Sie dem Krebs nicht nur vor­beu­gen, Sie kön­nen sogar den Erfolg Ihrer Krebs­be­hand­lung beför­dern. Das ist vor allem für jene Pati­en­ten wich­tig, die sich gegen einen Ein­griff und für das beob­ach­ten­de Abwar­ten (Watch­ful Wai­ting) ent­schie­den haben. 

B

Ernährung
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Dass eine gesun­de und aus­ge­wo­ge­ne Ernäh­rung vor­beu­gend gegen Krebs wir­ken kann, ist inzwi­schen vie­len Men­schen bewusst. Tat­säch­lich kön­nen eini­ge Ernäh­rungs­ge­wohn­hei­ten sogar den Ver­lauf Ihrer Erkran­kung güns­tig beein­flus­sen. Mit einer Ernäh­rungs­um­stel­lung kön­nen Sie den Pro­sta­ta­krebs nicht hei­len. Sie kön­nen aber dazu bei­tra­gen, dass Ihr Kör­per gestärkt und das Krebs­wachs­tum unter Umstän­den etwas ver­lang­samt wird. Grund­sätz­lich gilt: Eine Ernäh­rung mit wenig tie­ri­schem Fett, viel fri­schem Obst und Gemü­se tut Ihnen gut, wie zum Bei­spiel die asia­ti­sche oder die medi­ter­ra­ne Küche. So beu­gen Sie auch ande­ren Erkran­kun­gen vor, etwa Herz-Kreis­lauf-Erkran­kun­gen oder Diabetes.

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Bewegung
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Dass Sport und Bewe­gung bei Krebs eine gro­ße Rol­le spie­len, ist inzwi­schen bekannt. Fan­gen Sie lang­sam an. Wer in Bewe­gung bleibt, hat weni­ger Beschwer­den, sind belast­ba­rer und haben eine höhe­re Lebensqualität.

Bevor Sie ins Fit­ness-Stu­dio oder auf den Fuß­ball­platz gehen: Fra­gen Sie Ihren Arzt, ob er Sie für belast­bar genug hält und wel­che Art von Sport oder Bewe­gung für Sie infra­ge kommt. Las­sen Sie es lang­sam ange­hen und trai­nie­ren Sie nicht auf Leis­tung, son­dern hören Sie auf Ihren Kör­per und fin­den Sie her­aus, was Ihnen gut tut.

Viel­leicht schlie­ßen Sie sich einer Krebs-Sport­grup­pe an. Oder begin­nen Sie wie­der mit der Art von Bewe­gung, die Ihnen schon vor der Erkran­kung Spaß gemacht hat.

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Sozialleben

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Auch wenn Sie sich manch­mal am liebs­ten ver­krie­chen möch­ten: Neh­men Sie bewusst am sozia­len Leben teil. Denn Fami­lie und Freun­de spie­len für die Gesund­heit eine gro­ße Rol­le. „Wie gut ich in sozia­le Netz­wer­ke ein­ge­bun­den bin, ist zum Bei­spiel viel wich­ti­ger als die Fra­ge, wie ich mich ernäh­re“, sagt Psy­cho­so­ma­tik-Exper­te Pro­fes­sor Peter Hen­ningsen von der TU Mün­chen in einem Gespräch mit Spie­gel Online. Der Wis­sen­schafts­jour­na­list Wer­ner Bar­tens schreibt: „Wer sich jeden Tag miss­mu­tig ein paar Löf­fel kalt gepress­tes Oli­ven­öl ein­flößt, der wird davon kei­nen gesund­heit­li­chen Nut­zen haben.“ Viel bes­ser sei ein Schwei­ne­bra­ten in gesel­li­ger Run­de. Hen­ningsen: „Das trifft es sehr gut. Zahl­rei­che Stu­di­en aus den letz­ten Jah­ren bele­gen: Ein intak­tes Sozi­al­le­ben hält gesund. Oder umge­kehrt: Ein­sam­keit macht krank.“

Weitere externe Informationen
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Alltag mit Krebs: Jeden Tag leben

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Ernährung und Krebs

von krebsgesellschaft.de

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