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Wenn der Hausarzt Verdacht schöpft – Untersuchungen auf Prostatakrebs

Nicht jeder Mann ver­spürt Sym­pto­me bei Pro­sta­ta­krebs. Oft gewinnt der Haus­arzt ers­te Anhalts­punk­te für ein Pro­statakar­zi­nom bei Rou­ti­ne­un­ter­su­chun­gen. Dann fol­gen wei­te­re Unter­su­chun­gen, um den Ver­dacht aus­zu­räu­men oder zu bestä­ti­gen.

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Verdacht auf Prostatakrebs: Was geschieht jetzt?
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Digi­ta­le rek­ta­le Unter­su­chung der Pro­sta­ta

Ihr Arzt hat den Ver­dacht geäu­ßert, dass Sie Pro­sta­ta­krebs haben könn­ten? Aus­schlag­ge­bend dafür ist meist ein auf­fäl­li­ger Tast­be­fund bei der Tast­un­ter­su­chung der Pro­sta­ta. Die­se digi­ta­le rek­ta­le Unter­su­chung (DRU) ist der (oft unge­lieb­te) Klas­si­ker unter den Vor­sor­ge­un­ter­su­chun­gen. Dabei tas­tet der Arzt die Pro­sta­ta mit dem Fin­ger vom End­darm aus ab. Die Pro­sta­ta liegt direkt hin­ter dem Darm, so dass sie sich gut erfüh­len lässt. So gewinnt der Arzt wich­ti­ge Infor­ma­tio­nen über die Grö­ße, Form und Beschaf­fen­heit der Vor­ste­her­drü­se.

Übri­gens: Auch wenn wohl die meis­ten Män­ner die Tast­un­ter­su­chung scheu­en – für Ihren Arzt ist sie Rou­ti­ne und in weni­gen Sekun­den vor­bei. Und: Vie­le Frau­en müs­sen sich sol­che Unter­su­chun­gen ihrer Kör­per­öff­nun­gen weit­aus häu­fi­ger gefal­len las­sen.

Hat Ihnen der Arzt zusätz­lich die Bestim­mung des PSA-Wer­tes vor­ge­schla­gen, soll­te die Tast­un­ter­su­chung immer erst nach der Blut­ab­nah­me erfol­gen. Sie kann den PSA-Wert ver­fäl­schen, weil der Arzt beim Abtas­ten Druck auf die Pro­sta­ta aus­übt. Wir sagen Ihnen, was nach einem auf­fäl­li­gen Tast­be­fund auf Sie zukommt. Ihr Arzt möch­te natür­lich her­aus­fin­den, ob es sich tat­säch­lich um Pro­sta­ta­krebs han­delt.

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PSA-Wert und PSA-Test – alle Infos
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Beim PSA-Test mes­sen Ärz­te die Men­ge des Eiwei­ßes „pro­stat­a­spe­zi­fi­sches Anti­gen“, kurz PSA, im Blut. Ein erhöh­ter PSA-Wert kann auf Pro­sta­ta­krebs hin­deu­ten, muss es aber nicht zwangs­läu­fig. Denn es gibt vie­le Ursa­chen, die den PSA-Wert in die Höhe schnel­len las­sen. Alles über den PSA-Wert, die Nor­mal­wer­te und den PSA-Test.

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PSA-Test nicht verteufeln“

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Risikoadaptierter PSA-Test – die Zukunft?
PSA-Rezidiv
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Welche Untersuchungen kommen noch auf mich zu?
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Die Tast­un­ter­su­chung und der PSA-Wert allei­ne genü­gen aber noch nicht, um Pro­sta­ta­krebs zu dia­gnos­ti­zie­ren oder aus­zu­schlie­ßen. Bei­de Unter­su­chun­gen lie­fern jedoch wich­ti­ge Anhalts­punk­te. Fol­gen­de Unter­su­chun­gen zieht Ihr Arzt hin­zu, um die Fra­ge zu klä­ren, ob über­haupt ein Pro­sta­ta­krebs vor­liegt:

Gewebeentnahme (Biopsie)

Die Tast­un­ter­su­chung und Mes­sung des PSA-Wer­tes lie­fern nur Hin­wei­se dar­auf, ob ein Prosta­krebs wahr­schein­lich ist. Bei­de Metho­den tra­gen immer nur Infor­ma­tio­nen zur Dia­gno­se bei. Ob tat­säch­lich ein Pro­sta­ta­krebs vor­liegt, kön­nen Ärz­te mit hoher Sicher­heit über eine Gewe­be­ent­nah­me aus der Pro­sta­ta klä­ren. Die­se Metho­de heißt auch Pro­statabi­op­sie. Die gewon­ne­nen Zel­len unter­sucht ein Patho­lo­ge unter dem Mir­koskop. Er kann erken­nen, ob in der Gewe­be­pro­be Krebs­zel­len vor­han­den sind.

Transrektaler Ultraschall (TRUS)

Manch­mal raten Uro­lo­gen noch zu wei­te­ren Unter­su­chun­gen, zum Bei­spiel einer Ultra­schall­un­ter­su­chung über den End­darm. Trans­rek­ta­ler Ultra­schall (TRUS) ist der Fach­be­griff dafür. Die Ultra­schall­bil­der der Pro­sta­ta lie­fern Ihrem Arzt wei­te­re wich­ti­ge Hin­wei­se auf Pro­sta­ta­krebs.

Hat sich der Ver­dacht auf Pro­sta­ta­krebs bestä­tigt, schlie­ßen sich wei­te­re Unter­su­chun­gen an, um fol­gen­de Fra­gen zu klä­ren:

Dabei hel­fen unter ande­rem die Ske­lett­szin­ti­gra­fie,  Magnet­re­so­nanz­to­mo­gra­fie (MRT) oder die mul­ti­pa­ra­me­tri­sche MRT (mpMRT). Rück­fäl­le auf­de­cken las­sen sich mit­tels PSMA-PET.

Erst wenn alle Ergeb­nis­se vor­lie­gen, bespricht Ihr Arzt mit Ihnen die ver­schie­de­nen Behand­lungs­mög­lich­kei­ten. Neh­men Sie sich Zeit für die Ent­schei­dung und über­stür­zen Sie nichts. Aber: Schie­ben Sie die Behand­lung auch nicht unnö­tig auf!

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03 | Ist eine Biopsie wirklich erforderlich?
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Je nach Unter­su­chungs­er­geb­nis kann eine Biop­sie not­wen­dig sein. Sie ist die ein­zig siche­re Mög­lich­keit, um even­tu­ell vor­han­de­nen Krebs fest­zu­stel­len.

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04 | Diagnose Prostatakrebs – was jetzt wichtig ist
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Über­stür­zen Sie nichts! Es gilt, sich mit kla­rem Kopf und ganz in Ruhe erst ein­mal umfas­send zu infor­mie­ren.

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