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Ist eine Biopsie wirklich erforderlich?

Wenn der Ver­dacht auf Pro­sta­ta­krebs im Raum steht, kann eine Pro­statabi­op­sie not­wen­dig sein. Sie ist die ein­zig siche­re Mög­lich­keit, um even­tu­ell vor­han­de­nen Krebs festzustellen.

A

Ist eine Prostatabiopsie unbedingt erforderlich?
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Eine Gewe­be­ent­nah­me ist zur­zeit die ein­zi­ge siche­re Metho­de, um die Dia­gno­se Pro­sta­ta­krebs zu stel­len. Die Biop­sie beant­wor­tet nicht nur die Fra­ge: Krebs – ja oder nein? Soll­te sich der Ver­dacht auf Pro­sta­ta­krebs bewahr­hei­ten, lie­fert die Gewe­be­un­ter­su­chung  auch Infor­ma­tio­nen über Aggres­si­vi­tät und Aus­deh­nung des Tumors. Die­se wie­der­um bil­den eine wich­ti­ge Grund­la­ge für die Therapie-Entscheidung.

B

Wie läuft eine Prostatabiopsie ab?
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Bei der soge­nann­ten Pro­sta­ta-Stanz­bi­op­sie wer­den sehr klei­ne Gewe­be­zy­lin­der aus der Pro­sta­ta ent­nom­men. Über den Mast­darm sticht der Arzt unter loka­ler Betäu­bung mit dün­nen, feder­ge­trie­be­nen Hohl­na­deln in die ver­schie­de­nen Abschnit­te der Pro­sta­ta ein und ent­nimmt min­des­tens zehn bis zwölf Gewe­be­zy­lin­der. Die Ein­sti­che gehen sehr schnell und ver­ur­sa­chen prak­tisch kei­nen oder nur gerin­gen Schmerz. Das Gan­ze geschieht unte Ultra­schall­kon­trol­le: Das heißt, die Nadel wird zusam­men mit einem Ultra­schall­kopf in den End­darm ein­ge­führt, sodass der Arzt auf dem Bild­schirm ver­fol­gen kann, wo die Nadel sich befindet.

Das ent­nom­me­ne Gewe­be unter­sucht anschlie­ßend ein Patho­lo­ge auf das Vor­han­den­sein bös­ar­ti­ger Zel­len unter­sucht. Soll­te sich der Krebs­ver­dacht bestä­ti­gen, kann der Patho­lo­ge anhand des mikro­sko­pi­schen Bilds auch die Aggres­si­vi­tät des Tumors abschätzen.

Die Biop­sie ist ein unge­fähr­li­ches Unter­su­chungs­ver­fah­ren, bei dem nur sel­ten Kom­pli­ka­tio­nen auf­tre­ten – einer ame­ri­ka­ni­schen Stu­die zufol­ge bei sie­ben von 1000 Män­nern. Ein leich­tes Druck­ge­fühl ist häu­fig und braucht Sie nicht zu beun­ru­hi­gen. Um eine Infek­ti­on mit Darm­kei­men zu ver­mei­den, bekom­men Sie ein Anti­bio­ti­kum ver­schrie­ben. Auch Blut­bei­men­gun­gen in Urin, Stuhl oder Samen­er­guss sind harm­los und ver­ge­hen meist von allein.

Eine Biop­sie führt nicht dazu, dass Krebs­zel­len aus­ge­schwemmt wer­den, und sie hat kei­nen Ein­fluss auf das Wachs­tum des Tumors.

C

Kann ein MRT die Prostatabiopsie ersetzen?
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MRT-gesteu­er­te Biop­sie, com­pu­ter­un­ter­stütz­ter Ultra­schall oder Ultra­schall-Elas­to­gra­phie wer­den in man­chen Zen­tren ange­bo­ten. Inwie­weit die­se Metho­den einen zusätz­li­chen Nut­zen brin­gen, ist noch nicht abschlie­ßend geklärt. Des­halb wer­den sie noch nicht rou­ti­ne­mä­ßig eingesetzt.

D

Werden insgesamt zu viele Prostatabiopsien vorgenommen?
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Die Indi­ka­ti­on zur erwei­ter­ten Pro­sta­ta­di­a­gnos­tik mit PSA-Bestim­mung, trans­rek­ta­lem Ultra­schall und der Ent­nah­me einer Pro­statabi­op­sie ist eine indi­vi­du­el­le Ent­schei­dung des Pati­en­ten. Sie bedarf einer sorg­fäl­ti­gen Bera­tung durch den behan­deln­den Arzt. Dabei müs­sen Nut­zen und Risi­ko bespro­chen wer­den. Gene­rell gilt es selbst­ver­ständ­lich, eine Über­dia­gnos­tik und Über­the­ra­pie zu ver­mei­den – und gleich­zei­tig das zu spä­te Dia­gnos­ti­zie­ren eines Pro­sta­ta­kreb­ses so weit wie mög­lich auszuschließen.

E

Wie hoch ist die Trefferquote bei Prostatabiopsien?
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Die Durch­füh­rung der Stanz­bi­op­sie ist in den Leit­li­ni­en zum Pro­statakar­zi­nom stan­dar­di­siert. Ziel ist es, das kli­nisch signi­fi­kan­te Pro­statakar­zi­nom zu dia­gnos­ti­zie­ren. Gege­be­nen­falls kön­nen wei­te­re Unter­su­chun­gen wie Kern­spin­to­mo­gra­phie oder rech­ner­ge­stütz­te Ultra­schall­un­ter­su­chun­gen mit Elas­to­gra­phie die Dia­gnos­tik ver­fei­nern. Mit hin­rei­chen­der Sicher­heit kann dabei ein Pro­statakar­zi­nom nach­ge­wie­sen oder aus­ge­schlos­sen werden.

Gleason-Score: Wie aggressiv ist der Prostatakrebs?

TNM-Klassifikation: In welchem Stadium ist mein Prostatakrebs?

Geht es um die Pro­gno­se und die The­ra­pie­pla­nung, spielt das Krank­heits­sta­di­um bei Pro­sta­ta­krebs eine wich­ti­ge Rol­le. Die wich­tigs­ten Fra­gen und Antworten. 
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Für Män­ner mit wenig aggres­si­vem Pro­sta­ta­krebs gibt es eine neue Behand­lung. Dabei akti­viert Laser­licht ein Medi­ka­ment, wel­ches die Krebs­zel­len zerstört. 
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MRT-Gerät

MRT und Fusionsbiopsie: Durchbruch in der Diagnostik?

Eine MRT-Unter­su­chung mit anschlie­ßen­der bedarfs­wei­ser, geziel­ter Biop­sie bringt genaue­re Ergeb­nis­se als die her­kömm­li­che Gewe­be­ent­nah­me. Außer­dem las­sen sich zahl­rei­che Biop­si­en kom­plett ver­mei­den. Das zeigt eine neue Stu­die so deut­lich, dass bereits von einem Para­dig­men­wech­sel gespro­chen wird. 
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PSA-Screening auf Prostatakrebs: mehr Diagnosen, mehr Therapien?

Führt ein PSA-Scree­ning auf Pro­sta­ta­krebs zu mehr Dia­gno­sen und The­ra­pi­en? Die wich­tigs­ten Ant­wor­ten lie­fert der Uro­lo­ge Dr. Frank Schie­fel­bein im Video-Interview. 
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Erhöhter PSA-Wert: Das kann dahinter stecken!

Ein erhöh­ter PSA-Wert bedeu­tet nicht zwangs­läu­fig Pro­sta­ta­krebs. Wann das PSA klet­tern kann, erklärt der Uro­lo­ge Dr. Frank Schie­fel­bein im Video-Interview. 
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MRT bei Prostatakrebs: Kann sie die Biopsie ersetzen?

Ist die MRT bei Pro­sta­ta­krebs ein Ersatz für die Biop­sie? Alle Fak­ten rund um die­se Dia­gno­se­me­tho­den erklärt der Uro­lo­ge Dr. Frank Schie­fel­bein im Video-Interview. 
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Welche Risiken hat eine Prostatabiopsie?

Ist eine Pro­statabi­op­sie gefähr­lich? Muss ich mit Schmer­zen oder ande­ren Neben­wir­kun­gen rech­nen? Dr. Schie­fel­bein beant­wor­tet häu­fi­ge Fra­gen im Video. 
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Was lässt den Arzt bei der Vorsorge Verdacht schöpfen?

Ihr Arzt hat den Ver­dacht auf Pro­sta­ta­krebs geäu­ßert? Dann haben Sie sicher vie­le Fra­gen. Dr. Frank Schie­fel­bein gibt Ant­wor­ten im Video-Interview. 
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