Erhöhter PSA-Wert: Das kann dahinter stecken!

Ein erhöh­ter PSA-Wert bedeu­tet nicht zwangs­läu­fig Pro­sta­ta­krebs. Wel­che Ursa­chen es haben kann, wenn der PSA-Wert zu hoch ist, erklärt der Uro­lo­ge Dr. Frank Schie­fel­bein im Video-Interview.

Ein erhöhter PSA-Wert bedeutet nicht zwingend, dass ein Mann Prostatakrebs hat. Was kann den PSA-Wert klettern lassen?

Ein erhöh­ter PSA-Wert kann ver­schie­dens­te Ursa­chen haben. So kann zum Bei­spiel eine Ent­zün­dung oder Rei­zung jeder­zeit das pro­stat­a­spe­zi­fi­sche Anti­gen (PSA) in die Höhe schnel­len las­sen. Ärz­te wis­sen, dass der PSA-Wert sehr stör­an­fäl­lig ist. Ein ein­ma­lig erhöh­ter PSA-Wert allei­ne lässt also noch kei­ne Rück­schlüs­se dar­auf zu, ob ein Mann Pro­sta­ta­krebs hat oder nicht.

Erhöhter PSA-Wert – was passiert dann?

Zunächst soll­ten Ärz­te hin­ter­fra­gen, war­um der PSA-Wert so hoch ist. Tat­säch­lich steckt oft eine ande­re Ursa­che als ein Pro­sta­ta­krebs dahin­ter, die harm­los ist. Wich­tig ist es zum Bei­spiel, eine Infek­ti­on im Harn­trakt aus­zu­schlie­ßen. Ein erhöh­ter PSA-Wert am nächs­ten Tag ist zudem oft auf eine Fahr­rad­tour oder Geschlechts­ver­kehr am Vor­abend zurück­zu­füh­ren. Des­halb soll­ten Ärz­te auch nicht bei einem ein­ma­lig gemes­se­nen Wert gleich die gesam­te die gesam­te Krebs­dia­gnos­tik in Gang set­zen, zum Bei­spiel eine Stanz­bi­op­sie vor­neh­men. Wenn der PSA-Wert erhöht ist, soll­ten Ärz­te das pro­stat­a­spe­zi­fi­sche Anti­gen im Blut erneut bestimmen.

Kein erhöhter PSA-Wert: Ist Prostatakrebs dann ausgeschlossen?

Lei­der gibt es auch Män­ner, die den­noch Pro­sta­ta­krebs haben, obwohl sich kein erhöh­ter PSA-Wert nach­wei­sen lässt. Bei etwa 10 bis 15 Pro­zent der Män­ner mit Pro­sta­ta­krebs mes­sen Ärz­te einen nor­ma­len oder sogar ernied­rig­ten PSA-Wert. Das zeigt: Der PSA-Wert ist zwar ein Bau­stein, aber nicht das allei­ni­ge Mit­tel zur Dia­gno­se von Pro­sta­ta­krebs. Das Zusam­men­füh­ren ver­schie­de­ner Puz­zle­tei­le wie die Ultra­schall­un­ter­su­chung, der Tast­be­fund, PSA-Wert oder die Kern­spin­to­mo­gra­fie (MRT) geben spä­ter wie ein Mosa­ik doch ein rela­tiv genau­es Bild ab. Das gilt auch, wenn ein­mal ein Bau­stein in der Dia­gnos­tik versagt.

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Datum: 23.4.2018

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