Skelettszintigrafie bei Prostatakrebs – das sagt sie aus

Welche Bedeutung hat die Skelettszinfigrafie bei Prostatakrebs?

Ist die Dia­gno­se Pro­sta­ta­krebs gestellt, füh­ren Ärz­te in bestimm­ten Fäl­len eine soge­nann­te Aus­brei­tungs­dia­gnos­tik durch. Dazu gehört auch die Ske­lett­szin­ti­gra­fie. Sie for­schen nach, ob der Pro­sta­ta­krebs schon in ande­re Regio­nen des Kör­pers gestreut und Meta­sta­sen gebil­det hat.

Welche Untersuchungen kommen nach der Krebsdiagnose auf mich zu?

In die­ser Situa­ti­on kom­men zwei Unter­su­chun­gen in Betracht: eine Com­pu­ter­to­mo­gra­fie (CT), um Lymph­kno­ten­me­ta­sta­sen im Becken oder Hin­ter­bauch­raum auf­zu­spü­ren, oder eine Ske­lett­szin­ti­gra­fie, um nach Kno­chen­me­ta­sta­sen zu fahn­den.

Wie funktioniert eine Skelettszintigrafie?

Die Ske­lett­szin­ti­gra­fie führt ein Nukle­ar­me­di­zi­ner durch, der mit radio­ak­tiv mar­kier­ten Sub­stan­zen arbei­tet. Die­se ver­ab­reicht er in die Blut­bahn und sie rei­chern sich in den Kno­chen an – und zwar an jenen Stel­len, wo meta­sta­sen­ver­däch­ti­ge Struk­tu­ren sind.

Wie aussagekräftig ist die Skelettszinfigrafie bei Prostatakrebs?

Mit einer Ske­lett­szin­ti­gra­fie las­sen sich Stel­len im Kno­chen auf­spü­ren, an denen sich womög­lich Meta­sta­sen gebil­det haben. Das ist aber nicht immer ein­deu­tig. Manch­mal füh­ren Ärz­te daher zusätz­lich eine Kern­spin­to­mo­gra­fie, Com­pu­ter­to­mo­gra­fie oder Rönt­gen­un­ter­su­chung durch. Sie zei­gen, ob wirk­lich Meta­s­ta­sta­sen vor­han­den sind oder eine älte­re Ver­let­zung oder Ent­zün­dung im Kno­chen zugrun­de liegt. Aber in den meis­ten Fäl­len erkennt man schon an den cha­rak­te­ris­ti­schen Ver­än­de­run­gen in der Ske­lett­szin­ti­gra­fie, ob es sich um die Meta­sta­se eines Pro­statakar­zi­noms han­delt oder nicht.

Ist eine Skelettszintigrafie gefährlich?

Die radio­ak­ti­ve Mar­kie­rung erfolgt mit einer sehr gerin­gen Dosis. Die Strah­len­be­las­tung fällt in der Regel deut­lich gerin­ger aus als zum Bei­spiel bei einer gewöhn­li­chen Rönt­gen­un­ter­su­chung der Lun­ge. Sie ist also nicht sehr hoch.

Datum: 23.4.2018

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