Diagnose Prostatakrebs: Diese Untersuchungen kommen auf Sie zu

Bei Ihnen wurde die Diagnose Prostatakrebs gestellt? Erfahren Sie im Video-Interview, welche Diagnostik nun auf Sie zukommt.

Wenn die Diagnose Prostatakrebs gestellt wurde – wie geht es dann weiter?

In wel­chen Situa­tio­nen muss man über­haupt nach­schau­en, ob der Tumor bereits Meta­sta­sen gestreut hat, ob es sich um ein fort­ge­schrit­te­nes Sta­di­um handelt?

Schie­fel­bein: Wir haben Hin­wei­se auf einen fort­ge­schrit­te­nen Tumor, wenn sich der Tumor im Tast­be­fund als fort­ge­schrit­ten erweist, wenn man also ertas­ten kann, dass er bereits grö­ßer ist. Auch wenn der PSA-Wert einen gewis­sen Wert über­schrei­tet, kann das auf ein fort­ge­schrit­te­nes Sta­di­um hin­deu­ten. Hier gilt als Grenz­wert ein PSA über 20 ng/ml. Wenn eines die­ser Kri­te­ri­en vor­liegt, strebt man eine wei­ter­füh­ren­de Dia­gnos­tik an.

Wie sieht die weiterführende Diagnostik aus?

Bei einer wei­ter­füh­ren­den Dia­gnos­tik suchen wir nach den häu­figs­ten Toch­ter­ge­schwüls­ten, die bei Pro­sta­ta­krebs vor­kom­men: Kno­chen­me­ta­sta­sen und Lymph­kno­ten-Meta­sta­sen. Denn bei einer Aus­brei­tung über die Blut­bahn ist am häu­figs­ten das Ske­lett­sys­tem betrof­fen, am zweit­häu­figs­ten die Lun­ge. Bei einer Absied­lung über die Lymph­bah­nen kön­nen die Lymph­kno­ten im Becken­raum betrof­fen sein.

Um die Lymph­kno­ten des Becken­raums zu unter­su­chen, wür­de man unter Umstän­den eine Com­pu­ter­to­mo­gra­fie (CT) des Beckens machen. Und um nach Kno­chen­me­ta­sta­sen zu fahn­den, wür­de man eine Ske­lett­szin­ti­gra­phie machen: Also eine szin­ti­gra­phi­sche Unter­su­chung der Kno­chen nach Auffälligkeiten.

Gibt es Beschwerden, die darauf hindeuten, dass der Krebs schon fortgeschritten ist?

Ja. Wir haben durch­aus manch­mal die Situa­ti­on, dass Pati­en­ten zum Uro­lo­gen gehen, weil sie Rücken­schmer­zen haben und im Bereich der Wir­bel­säu­le oder des Beckens Ver­än­de­run­gen bereits Kno­chen­ver­än­de­run­gen nach­ge­wie­sen wur­den. Dann muss man nach dem Herd suchen, der zu die­sen Ver­än­de­run­gen geführt hat. Und das ist bei Män­nern einer bestimm­ten Alters­grup­pe – 50 bis 70 Jah­re und auf­wärts – nicht sel­ten ein Prostatakarzinom.

Das bedeu­tet natür­lich nicht, dass man bei Rücken­schmer­zen als ers­tes an Pro­sta­ta­krebs den­ken soll­te. Rücken­schmer­zen sind eine Volks­krank­heit, die in den meis­ten Fäl­len ortho­pä­di­sche Ursa­chen hat. Aber es kann eben auch ein­mal ein Sym­ptom eines fort­ge­schrit­te­nen Pro­statakar­zi­noms sein.

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