Infotag Prostatakrebs im VCC Würzburg

Mehr als 600 Besu­cher kamen zum Info­tag Pro­sta­ta­krebs der Vogel Stif­tung und der Pro­sta­ta Hil­fe Deutsch­land ins Vogel Con­ven­ti­on Cen­ter in Würz­burg – ein Rück­blick in Bil­dern. Von Ingrid Mül­ler

Staats­mi­nis­te­rin Mela­nie Huml bei der Eröff­nung des Info­tags Pro­sta­ta­krebs

Melanie Huml (c) Ingrid Müller

Mela­nie Huml © Ingrid Mül­ler

Män­ner müs­sen bei der Krebs­vor­sor­ge selbst aktiv wer­den und das Heft in die Hand neh­men“. Heu­te sei es immer noch so, dass Frau­en  ihre Män­ner am Früh­stücks­tisch dazu dräng­ten und für sie die Ter­mi­ne aus­mach­ten. Das müs­se sich drin­gend ändern. „Män­ner sind auf die­ser Welt ein­fach uner­setz­lich – wir brau­chen sie!“

Chris­ti­an Schu­chardt, Ober­bür­ger­meis­ter von Würz­burg

Würzburger Oberbürgermeister Christian Schuchardt (c) Ingrid Müller

Würz­bur­ger Ober­bür­ger­meis­ter Chris­ti­an Schu­chardt © Ingrid Mül­ler

 „Eine Krebs­er­kran­kung ver­än­dert wie kei­ne ande­re Dia­gno­se das Leben dra­ma­tisch“. Sie bedeu­te Angst und Unsi­cher­heit, einen Ein­schnitt in Bio­gra­fie und habe vie­le Aus­wir­kun­gen auf den wei­te­ren Lebens­weg. Des­halb sei es wich­tig, Män­ner für das The­ma Vor­sor­ge zu sen­si­bi­li­sie­ren. Er selbst neh­me die Vor­sor­ge seit acht Jah­ren regel­mä­ßig wahr. „Ich gehe ger­ne zum Arzt – um zu hören, dass nichts ist.“

Dr. med. Frank Schie­fel­bein, Würz­bur­ger Uro­lo­ge, Mit­grün­der und Vor­stands­mit­glied der Pro­sta­ta Hil­fe Deutsch­land

Dr. Frank Schiefelbein (c) Ingrid Müller

Dr. Frank Schie­fel­bein © Ingrid Mül­ler

Pro­sta­ta­krebs ist eine Erkran­kung mit vie­len Gesich­tern.“ Es gebe unter­schied­li­che Ver­läu­fe, aber mehr als 90 Pro­zent der Män­ner mit Pro­sta­ta­krebs leb­ten nach zehn Jah­ren noch. „Wir sind in der Behand­lung sehr erfolg­reich.“ Den­noch ster­ben jedes Jahr rund 13.000 Män­ner an ihrer Krebs­er­kran­kung. „Die Aggres­si­vi­tät des Kreb­ses bestimmt die Zukunft des Pati­en­ten.“ Umso wich­ti­ger sei es, den Pro­sta­ta­krebs recht­zei­tig zu ent­de­cken, etwa durch einen PSA-Test. Die­ser allei­ne genügt jedoch nicht zur Dia­gnos­tik, weil er nicht aus­sa­ge­kräf­tig genug ist. „Der PSA-Wert ist Fluch und Segen zugleich.“

Dr. Knut Mül­ler, Mit­be­grün­der und Vor­stands­mit­glied der Pro­sta­ta Hil­fe Deutsch­land

Dr. Knut Müller (c) Ingrid Müller

Dr. Knut Mül­ler © Ingrid Mül­ler

Als ich bei Goog­le nach Pro­sta­ta­krebs such­te, erhielt ich mehr als 900.000 Tref­fer –  und fühl­te mich eher des­ori­en­tiert“. Des­halb sei­en seriö­se, aktu­el­le und hilf­rei­che Infor­ma­ti­on so wich­tig – von der Vor­sor­ge, Dia­gno­se und The­ra­pie bis hin zum Leben mit Krebs.

Pater Anselm Grün im Gespräch mit Micha­el Rein­hard, Chef­re­dak­teur der Main-Post und Mit­be­grün­der der Pro­sta­ta Hil­fe Deutsch­land

Pater Anselm Grün im Gespräch mit Michael Reinhardt, Chefredakteur der Mainpost, beim Infotag Prostatakrebs der Prostata-Hilfe Deutschland

Pater Anselm Grün im Gespräch mit Micha­el Rein­hard © Ingrid Mül­ler

Interview mit Pater Anselm Grün

Pater Anselm Grün erzählt auf dem Info­tag Pro­sta­ta­krebs von sei­ner eige­nen Krebs­er­kran­kung und davon, was ihm gehol­fen hat. Er sagt: „So lan­ge ich atme, hof­fe ich.“ Das voll­stän­di­ge Gespräch lesen Sie hier».

Peter Rein­hardt, Chef­re­dak­teur von Device­Med, enführ­te die Zuhö­rer in die Medi­zin der Zukunft

Peter Reinhardt, Chefredakteur von DeviceMed (c) Ingrid Müller

Peter Rein­hardt, Chef­re­dak­teur von Device­Med © Ingrid Mül­ler

Gibt es bald maß­ge­schnei­dert Her­zen für alle? Sind Video­sprech­stun­den die Gesund­heits­ver­sor­gung der Zukunft? Kom­men mehr als die Hüft­ge­len­ke zukünf­tig aus dem 3‑D-Dru­cker? Was kann die künst­li­che Intel­li­genz KI? Heu­te schon Rea­li­tät: Aug­men­ted Rea­li­ty im Ope­ra­ti­ons­saal. Rein­hardts Fazit zu allen tech­ni­schen Fort­schrit­ten: „Der ent­schei­den­de Unter­schied zu allen tech­ni­schen Mög­lich­kei­ten ist: Der Arzt bie­tet Zuwen­dung und Empa­thie.“

Prof. Micha­el Flent­je, Kli­nik­di­rek­tor Strah­len­the­ra­pie am Würz­bur­ger Uni­kli­ni­kum, berich­te­te, wie eine Bestrah­lung abläuft.

Prof. Michael Flentje (c) Ingrid Müller

Prof. Micha­el Flent­je © Ingrid Mül­ler

Die Strah­len­the­ra­pie von außen ist auch bei Pro­sta­ta­krebs ein Stan­dard. Aber: Die Radio­the­ra­pie ist kom­plex und will gut geplant sein, um die Pro­sta­ta ziel­ge­nau zu tref­fen. „Wie pla­nen die Behand­lung am vir­tu­el­len Pati­en­ten. Sie läuft über vier bis sechs Wochen immer für rund 15 Minu­ten“, erklärt Flent­je.

Dr. med. Micha­el Noe, Ober­arzt an der Mis­sio­kli­nik, erzähl­te Span­nen­des über neue Ent­wick­lun­gen in der Strah­len­the­ra­pie

Dr. med. Michael Noe (c) Ingrid Müller

Dr. med. Micha­el Noe © Ingrid Mül­ler

Strah­len kom­men bei Pro­sta­ta­krebs heu­te nicht mehr nur von außen, son­dern auch von innen: Brachythe­ra­pie heißt die­se Behand­lung. Dabei implan­tie­ren Ärz­te win­zi­ge Strah­len­quel­len in die Pro­sta­ta – soge­nann­te Seeds, die so groß wie Reis­kör­ner sind. „Die Seeds eig­nen sich für ganz bestimm­te Män­ner mit Pro­sta­ta­krebs“, sagt Micha­el Noe.

Dr. med. Tobi­as Egner beri­che­te, wel­che Alter­na­ti­ven The­ra­pi­en es bei Pro­sta­ta­krebs gibt

Dr. med. Tobias Egner (c) Ingrid Müller

Dr. med. Tobi­as Egner © Ingrid Mül­ler

In den Medi­en kur­sie­ren ver­schie­dens­te alter­na­ti­ve Ver­fah­ren bei Pro­sta­ta­krebs, der Wirk­sam­keit längst nicht bewie­sen ist.“ Aber nicht alles ist wir­kungs­los oder gefähr­lich. Expe­ri­men­tel­le Behand­lun­gen wie das Too­kad-Ver­fah­ren – der Behand­lung mit Laser­fa­sern – oder das Nano­kni­fe, das die Tumor­zel­len „zer­schießt“, sei­en viel­leicht viel­ver­spre­chend. For­scher müss­te sie aber in wei­te­ren Stu­di­en unter­su­chen. Wer bis dahin nicht war­ten will: bis zu 20.000 Euro müss­ten Pati­en­ten bezah­len – aus eige­ner Tasche, den die Kran­ken­kas­sen über­neh­men die Kos­ten nicht.

Datum: 7.2.2019

Prostatakrebs: PSMA-PET ist Kassenleistung

Die PSMA-PET ist eine höchst emp­find­li­che Dia­gno­se­me­tho­de, mit der Nukle­ar­me­di­zi­ner einen Rück­fall bei Pro­sta­ta­krebs auf­de­cken kön­nen. Jetzt über­neh­men die gesetz­li­chen Kran­ken­kas­sen die Kos­ten dafür.

Multiparametrische MRT (mpMRT) – das steckt dahinter

Die mul­ti­pa­ra­me­tri­sche MRT kom­bi­niert drei ver­schie­de­ne Auf­nah­me­ver­fah­ren mit­ein­an­der und lie­fert detail­lier­te Bil­der aus der Pro­sta­ta. Ein Pro­sta­ta­krebs lässt sich so mit hoher Sicher­heit auf­spü­ren, aber auch aus­schlie­ßen. Alles über Ablauf, Aus­wer­tung und Kos­ten­über­nah­me der mpMRT.

Prostata Hilfe Deutschland: Portrait von Dr. Frank Schiefelbein

Würzburger Urologe warnt vor Verteufelung des PSA-Tests

Der Mit­be­grün­der der „Pro­sta­ta Hil­fe Deutsch­land“ warnt vor einer Ver­teu­fe­lung des PSA-Tests und plä­diert für eine risi­ko­ad­ap­tier­te Vor­sor­ge. Das Insti­tut IQWIG hat­te dem PSA-Test kürz­lich den Nut­zen abge­spro­chen.

Illustrationsbild PSA-Test: Blutproben im Labor

PSA-Screening: PSA-Test nutzt nur wenigen Männern

Ein PSA-Scree­­ning mit­tels PSA-Test ist für die meis­ten Män­ner offen­bar nicht nur wert­los, son­dern rich­tet sogar erheb­li­chen Scha­den. Es dro­hen Über­dia­gno­sen und Über­the­ra­pi­en. Zu die­sem Schluss kommt ein neu­es Gut­ach­ten des IQWIG.

Outdoor Against Cancer (OAC) und Prostata Hilfe Deutschland: Wir kooperieren!

Bewe­gung und Sport sind gut für Kör­per, Geist und See­le – auch bei einer Krebs­er­kran­kung. Des­halb koope­rie­ren die Orga­ni­sa­ti­on Out­door Against Can­cer (OAC) und die Pro­sta­ta Hil­fe Deutsch­land zukünf­tig! Ob Berg­stei­gen oder Segeln – wir infor­mie­ren über aktu­el­le Ange­bo­te.

Illustrationsbild PSA-Test: Röhrchen mit Blutproben

Risiko für Prostatakrebs: Zwei Hormone spielen mit

Zwei Hor­mo­ne könn­ten das Risi­ko für Pro­sta­ta­krebs klet­tern las­sen: frei­es Tes­to­ste­ron und das Wachs­tums­hor­mon IGF‑1. Und die­se sei­en Ansatz­punk­te, um zukünf­tig einem Pro­sta­ta­krebs vor­zu­beu­gen, hof­fen bri­ti­sche For­scher.

Prostata Hilfe Deutschland: Risikoadaptierter PSA-Test

Risikoadaptierter PSA-Test hat die größte Bedeutung“

Vie­le Fach­leu­te plä­die­ren der­zeit für einen risi­ko­ad­ap­tier­ten PSA-Test statt ein flä­chen­de­cken­des PSA-Scree­­ning für Män­ner. Was dahin­ter steckt und wel­che Vor­tei­le die­ser bie­tet, erklärt der Uro­lo­ge Dr. Frank Schie­fel­bein im Inter­view.

PSA-Wert: FAQ

PSA erhöht? Alle Fragen und Antworten rund um den PSA-Wert!

PSA erhöht? Alle Fra­gen und Ant­wor­ten rund um den PSA-Wert!

PSA-Scree­ning

Wie sinnvoll ist das PSA-Screening?

Wie sinn­voll ist das PSA-Scree­ning? Dar­über sind Ärz­te unter­schied­li­cher Mei­nung!

Pro­sta­ta­krebs: Sym­pto­me

Symptome bei Prostatakrebs: Probleme bei Wasserlassen als Anzeichen

Eini­ge Anzei­chen für Pro­sta­ta­krebs, die Män­ner ernst neh­men soll­ten!

Ver­grö­ßer­te Pro­sta­ta?

Gutartige Prostatavergrößerung: Probleme beim Wasserlassen!

Gut­ar­ti­ge Pro­sta­ta­ver­grö­ße­rung ver­ur­sacht Pro­ble­me beim Was­ser­las­sen!

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