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Wie geht es weiter im Beruf?

Wer noch im Job aktiv ist und an Pro­sta­ta­krebs erkrankt, wird sich irgend­wann die Fra­ge stel­len, wie es im Beruf wei­ter­ge­hen soll. Wie lan­ge ist man nach einer Pro­sta­ta-OP arbeits­un­fä­hig? Wie offen soll­te man das The­ma bei Chefs und Kol­le­gen anspre­chen? Und wann kann man eine Schwer­be­hin­de­rung bean­tra­gen? Wir beant­wor­ten die wich­tigs­ten Fragen.

A

Wie verhalte ich mich bei der Arbeit?
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Kran­ken­haus­auf­ent­halt und Reha haben Sie hin­ter sich gebracht. Nun stellt sich die Fra­ge: Kann ich mei­nen Beruf so aus­üben wie vor der Erkran­kung? Wer­de ich den Belas­tun­gen stand­hal­ten? Nicht immer wird das mög­lich sein. Denn vie­le Pati­en­ten sind nach einer Krebs­er­kran­kung weni­ger belast­bar. In jedem Fall stellt sich die Fra­ge: Sol­len Sie mit Kol­le­gen und Vor­ge­setz­ten offen über Ihre Krank­heit spre­chen? Wenn Ihre Umge­bung Bescheid weiß, hat das den Vor­teil, dass man für even­tu­el­le Ein­schrän­kun­gen mehr Ver­ständ­nis haben wird. Aber es gibt auch Situa­tio­nen, wo Ihnen zu viel Offen­heit Nach­tei­le brin­gen wird. Die Ent­schei­dung müs­sen Sie letzt­end­lich selbst tref­fen. Und kei­nes­falls sind Sie ver­pflich­tet, Ihrem Arbeit­ge­ber Aus­kunft über Ihre Erkran­kung zu geben.

B

Krankengeld, Frührente, Schwerbehindertenausweis
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Wenn nicht klar ist, ob Sie nach der Behand­lung wie­der voll in Ihrem Beruf ein­stei­gen kön­nen, sind Sie nicht allein. Es gibt eine Rei­he von Hil­fen, die Sie in Anspruch neh­men kön­nen. Die Büro­kra­tie, die damit auf Sie zukommt, kann an den Kräf­ten zeh­ren. Las­sen Sie sich, wenn mög­lich, von Ange­hö­ri­gen, Freun­den oder Bekann­ten unter­stüt­zen. Mehr zum The­ma Büro­kra­tie lesen Sie hier.

Lohnfortzahlung und Krankengeld

Sie erhal­ten sechs Wochen Lohn­fort­zah­lung. Dann müs­sen Sie bei der Kran­ken­kas­se Kran­ken­geld beantragen.

Zurück in den Job oder Frühberentung?

Wenn eine Früh­be­ren­tung zur Debat­te steht, soll­ten Sie sich über Ihre Rech­te infor­mie­ren, damit Ihnen kei­ne Nach­tei­le entstehen.

Nach der Reha oder Kran­ken­haus­be­hand­lung gibt es außer­dem die Mög­lich­keit einer stu­fen­wei­sen Wie­der­ein­glie­de­rung. Spre­chen Sie mit Ihrem Arzt darüber.

Sozialleistungen

Wenn das Ein­kom­men nicht zum Lebens­un­ter­halt reicht, kön­nen Sie Arbeits­lo­sen­geld 1 und 2, Sozi­al­hil­fe oder Wohn­geld beantragen.

Schwerbehindertenausweis

Einen Antrag auf einen Schwer­be­hin­der­ten­aus­weis, den Sie nach einer Tumor­er­kran­kung für eine gewis­se Zeit bekom­men, kön­nen Sie direkt bei Ihrem zustän­di­gen Land­rats­amt bean­tra­gen. Infor­ma­tio­nen fin­den Sie auch unter www.versorgungsaemter.de.

HIlfe durch die Pflegekasse

Wenn Sie sich nicht allei­ne ver­sor­gen kön­nen, kön­nen Sie Leis­tun­gen der Pfle­ge­kas­se bean­tra­gen. Ansprech­part­ner ist dafür ist die Kran­ken­kas­se. Bei Bera­tungs­stel­len und Pfle­ge­stütz­punk­ten kön­nen Sie sich auch über Finan­zie­rungs­fra­gen erkundigen.

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Hin­wei­se auf Ansprech­part­ner, Link­tipps sowie Quel­len zum Wei­ter­le­sen und zur eige­nen Recher­che für Pati­en­ten, Ange­hö­ri­ge, Inter­es­sier­te und Fachkreise.

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