Sport bei Prostatakrebs – so hilft Bewegung!

Sport bei Pro­sta­ta­krebs ist ein bil­li­ges Medi­ka­ment, das für jeden Mann zu haben ist. Dabei muss es nicht gleich ein Mara­thon sein, son­dern jede Art von Bewe­gung gilt als gesund – von Unkraut­jä­ten bis Staub­saugen! Alle Fak­ten zu Sport bei Pro­sta­ta­krebs! Von Ingrid Mül­ler

Jog­gen, Schwim­men, Rad­fah­ren oder Wan­dern – Sport gilt schon län­ger als äußerst wirk­sa­mes Medi­ka­ment bei vie­len Erkran­kun­gen, auch bei Pro­sta­ta­krebs. Ärz­te emp­feh­len die­se Aus­dau­er­sport­ar­ten, aber auch ein mode­ra­tes Kraft­trai­ning besitzt vie­le posi­ti­ve Effek­te auf die Gesund­heit. Das Bes­te dabei ist: Sport ist eine kos­ten­lo­se Arz­nei! Was für den einen oder ande­ren Mann viel­leicht gewöh­nungs­be­dürf­tig sein mag: Der Leis­tungs­ge­dan­ke spielt hier kei­ne Rol­le. Es geht nicht um „höher, wei­ter, schnel­ler“, und einen Mara­thon sol­len Sie auch nicht absol­vie­ren. Viel­mehr ste­hen Ihr per­sön­li­ches Wohl­be­fin­den und der Grad Ihrer Belast­bar­keit im Vor­der­grund. Jede Art von Bewe­gung stärkt den Kör­per und die Psy­che bei einer Krebs­er­kran­kung!

Sport beugt Krebs vor – und verhindert Rückfälle

Medi­zi­ner wis­sen heu­te, dass Sport und Bewe­gung ver­schie­de­nen Krebs­ar­ten vor­beu­gen kön­nen. Wer kör­per­lich aktiv ist, senkt nach­weis­lich sein Krebs­ri­si­ko. Schät­zun­gen gehen von Wer­ten von 20 bis 30 Pro­zent aus. Noch rela­tiv neu ist die Erkennt­nis, dass Bewe­gung die Pro­gno­se bei Krebs­kran­ken ver­bes­sert. Das gilt selbst für Krebs­pa­ti­en­ten, die vor ihrer Erkran­kung über­haupt kei­nen Sport getrie­ben haben. Stu­di­en zei­gen, dass Sport bei Pro­sta­ta­krebs das Rück­fall­ri­si­ko um bis zu 57 Pro­zent ver­min­dern kann. Die Gefahr, an dem Pro­statakar­zi­nom zu ster­ben, sinkt also.

Und auch die Neben­wir­kun­gen der Krebs­be­hand­lun­gen ste­cken Sie bes­ser weg, wenn Sie sich regel­mä­ßig bewe­gen. Der Rat­schlag von frü­her, sich wäh­rend einer Che­mo­the­ra­pie oder Bestrah­lung zu scho­nen, ist heu­te pas­se! So lei­den kör­per­lich akti­ve Krebs­pa­ti­en­ten zum Bei­spiel weni­ger unter der chro­ni­schen Erschöp­fung, der Fati­gue. Sie bewäl­ti­gen Ihren All­tag ins­ge­samt bes­ser. Kör­per­li­che Akti­vi­tät beein­flusst auch ande­re Krank­hei­ten posi­tiv, die den Pro­sta­ta­krebs manch­mal beglei­ten, zum Bei­spiel Herz-Kreis­lauf-Erkran­kun­gen.

Fatigue bei Krebs

Lesen Sie alle Fak­ten zur chro­ni­schen Erschöp­fung bei einer Krebs­er­kran­kung und was Sie dage­gen tun kön­nen!

Sport bei Prostatakrebs – Wohltat für Körper und Psyche!

Auch wenn der Start ins Sport­pro­gramm Ihnen viel­leicht schwer gelingt und er etwas holp­rig aus­fällt: Wer ein­mal mit der kör­per­li­chen Akti­vi­tät los­ge­legt hat, ver­schafft sich schnell posi­ti­ve Erleb­nis­se. Es lohnt sich also, den inne­ren Schwei­ne­hund, der sich bei den meis­ten regel­mä­ßig mel­det, zu über­win­den. Sport bei Pro­sta­ta­krebs hat viel­fäl­ti­ge Wir­kun­gen, und zwar auf unter­schied­lichs­ten Ebe­nen: Kör­per, See­le und Geist!

Wirkung auf den Körper

Sport:

  • bringt Herz und Kreis­lauf in Schwung, för­dert die Durch­blu­tung
  • ver­bes­sert die Beweg­lich­keit, Koor­di­na­ti­on und das Gleich­ge­wicht
  • hilft beim Abneh­men, wenn Sie über­ge­wich­tig sind
  • stärkt Mus­keln, Kno­chen und Gelen­ke
  • erhöht die kör­per­li­che Belast­bar­keit, Leis­tungs­fä­hig­keit und Fit­ness
  • bringt das Immun­sys­tem auf Tou­ren – bei Krebs­pa­ti­en­ten ist es oft geschwächt wegen der Krebs­er­kran­kung selbst, aber auch auf­grund der Krebs­the­ra­pi­en

Wie Psyche und Geist profitieren

Sport:

  • stärkt die Auto­no­mie; ver­mit­telt Ihnen das Gefühl, dass Sie Ihrem Pro­sta­ta­krebs nicht hilf­los aus­ge­lie­fert sind, son­dern dem Tumor selbst etwas ent­ge­gen­set­zen zu kön­nen
  • lässt Ihre Lebens­qua­li­tät stei­gen! Das gilt wäh­rend der Krebs­the­ra­pie und auch bei fort­ge­schrit­te­nem Pro­sta­ta­krebs
  • för­dert das Selbst­wert­ge­fühl und Selbst­be­wusst­sein, macht Mut
  • ver­bes­sert die Selbst­wahr­neh­mung und das Kör­per­ge­fühl
  • macht Freu­de, ist gut fürs Gemüt und hellt die oft trü­be Stim­mung auf
  • ver­treibt Ängs­te, Schlaf­stö­run­gen und Stress
  • holt Krebs­kran­ke aus der sozia­len Iso­la­ti­on, för­dert die Kom­mu­ni­ka­ti­on und lässt sie wie­der teil­ha­ben am Leben
  • ver­bes­sert die kogni­ti­ven Fähig­kei­ten (Den­ken, Gedächt­nis)
Sport-Apps für Krebskranke – Tipps!

Für Krebs­pa­ti­en­ten, die Sport trei­ben möch­ten, gibt es heu­te eini­ge digi­ta­le Hel­fer! Spe­zi­el­le Sport-Apps för­dern die Moti­va­ti­on, brin­gen Sie mit ande­ren in Kon­takt und geben Tipps und Hil­fe­stel­lun­gen. Die Apps sind bei iTu­nes und im Goog­le Play Store als iOS oder Andro­id erhält­lich.

Eini­ge Bei­spie­le:

  • App „Sport gegen Krebs“: Sie erhal­ten Tipps und Anlei­tun­gen, wie sie wäh­rend und nach der Krebs­be­hand­lung ihr Wohl­be­fin­den durch Sport und Bewe­gung för­dern kön­nen.
  • App „movi­val – Aktiv gegen Krebs“:  Ziel ist es, durch Bewe­gung das Rück­fall­ri­si­ko zu sen­ken. Die wer­be­freie Voll­va­ri­an­te ist mit einem kos­ten­pflich­ti­gen Abo ver­bun­den.

Welcher Sport bei Prostatakrebs?

Eines vor­ab: Las­sen Sie Ihre kör­per­li­che Belast­bar­keit immer von einem Sport­me­di­zi­ner, Arzt oder den Spe­zia­lis­ten in der Reha ein­schät­zen. Denn sie ist von Mann zu Mann höchst ver­schie­den. Es geht nicht um sport­li­che Höchst­leis­tun­gen, son­dern jede Art von Bewe­gung ist bes­ser als inak­tiv auf der Couch oder im Bett zu lie­gen. Erlaubt ist alles, was Spaß macht – Ver­bo­te für bestimm­te Sport­ar­ten gibt es für Krebs­pa­ti­en­ten heu­te nicht mehr. Aller­dings raten Ärz­te von inten­si­ven, gefähr­li­chen Sport­ar­ten wie Boxen, Kara­te oder Bun­gee Jum­ping ab.

Wäh­len Sie lie­ber „sanf­te­re“ Sport­ar­ten, die weni­ger ver­let­zungs­träch­tig sind. Sie kön­nen Wal­ken oder Rad­fah­ren, aber auch Staub­saugen oder im Gar­ten Unkraut jäten. Selbst mit einem Rol­la­tor kön­nen sich Krebs­pa­ti­en­ten bewe­gen. Wich­tig ist, dass Sie die Akti­vi­tä­ten in Ihrem All­tag gut umset­zen kön­nen. Außer­dem soll­te es eine Bewe­gungs­art sein, die Ihnen Freu­de macht. Dann zei­gen sich bei den meis­ten schnel­le Erfol­ge. Grund­sätz­lich unter­schei­den Sport­me­di­zi­ner zwi­schen Aus­dau­er- und Kraft­trai­ning. Män­ner mit Pro­sta­ta­krebs pro­fi­tie­ren beson­ders von gym­nas­ti­schen Übun­gen, die bei den meis­ten wohl nicht zu den Lieb­lings­sport­ar­ten zäh­len dürf­ten.

Beckenbodentraining: Sport „der anderen Art“

Män­ner mit Pro­sta­ta­krebs lei­den oft unter Inkon­ti­nenz. Sie ist eine häu­fi­ge Fol­ge der radi­ka­len Pro­sta­tek­to­mie. Gym­nas­ti­sche Kräf­ti­gungs­übun­gen sind dann beson­ders emp­feh­lens­wert, zum Bei­spiel ein Becken­bo­den­trai­ning. Aber auch der Rücken und die Bei­ne soll­ten nicht zu kurz kom­men.

Das Trai­ning:

  • stärkt die Becken­bo­den­mus­ku­la­tur
  • ver­bes­sert die Inkon­ti­nenz
  • hilft, rücken- und becken­bo­den­freund­li­che All­tags­tech­ni­ken zu erler­nen

Das Becken­bo­den­trai­ning erler­nen Sie am bes­ten unter pro­fes­sio­nel­ler Anlei­tung eines Phy­sio­the­ra­peu­ten. Es gibt spe­zi­el­le Kur­se dafür. Wenn Sie die Übun­gen ver­in­ner­licht haben und beherr­schen, kön­nen Sie jeder­zeit und über­all trai­nie­ren – zuhau­se, auf dem Weg zur Arbeit oder im Büro!

Ausdauertraining – Fitness langsam steigern

Aus­dau­er­trai­ning stei­gert Ihre Leis­tungs­fä­hig­keit und Fit­ness. In wel­chem Aus­maß dies geschieht, hängt davon ab, wie oft, lan­ge und inten­siv Sie trai­nie­ren. Belieb­te Aus­dau­er­sport­ar­ten sind:

  • Jog­gen, Lau­fen
  • Schwim­men (nicht bei star­ker Inkon­ti­nenz)
  • Rad­fah­ren (nicht direkt nach einer Ope­ra­ti­on, weil schmerz­haft, son­dern erst drei bis sechs Mona­te spä­ter)
  • Wan­dern
  • Nor­dic Wal­king
  • Ski­lang­lauf
  • Mit Vor­sicht: Fuß­ball, Hand­ball, Vol­ley­ball

Tipp! Heu­te gibt es spe­zi­el­le Sport­grup­pen für Krebs­kran­ke. Auch wenn es Sie viel­leicht Über­win­dung kos­tet: Fra­gen Sie bei einer Selbst­hil­fe­grup­pe nach Ange­bo­ten vor Ort. Im Team macht Sport meist mehr Spaß. Wer das nicht möch­te: Sie kön­nen auch auf eige­ne Faust aktiv wer­den, etwa in einem Fit­ness­stu­dio oder gemein­sam mit Freun­den. Auch hier gilt: Belas­tungs­fä­hig­keit ein­schät­zen las­sen, bevor Sie mit dem Sport begin­nen!

Krafttraining – Muskeln aufbauen

Vie­le Krebs­kran­ke ver­lie­ren erheb­lich an Mus­kel­mas­se auf­grund ihrer Erkran­kung oder der Krebs­be­hand­lun­gen. Ein Kraft­trai­ning hilft Ihnen, Ihre Mus­keln wie­der auf­zu­bau­en. So kom­men Sie auch wie­der bes­ser im All­tag zurecht.

Kraft­sport kön­nen Sie in einem Sport­stu­dio an grö­ße­ren Gerä­ten absol­vie­ren. Alter­na­tiv üben Sie mit klei­nen Gerä­ten, etwa Han­teln oder Fit­ness­bän­dern. Ein Kraft­trai­ning ist aber auch ohne jeg­li­che Gerät­schaf­ten mög­lich. Wie beim Aus­dau­er­sport gilt: Machen Sie vor Auf­nah­me des Trai­ning einen Kraft­test bei einem Sport­me­di­zi­ner oder in einem Fit­ness­stu­dio. Die­ses soll­te über qua­li­fi­zier­tes Per­so­nal ver­fü­gen und am bes­ten mit Krebs­kran­ken Erfah­rung haben. Das Trai­nings­pro­gramm rich­tet sich nach Ihren indi­vi­du­el­len Fähig­kei­ten.

Wie viel Sport bei Prostatakrebs ist ratsam?

Sowohl beim Aus­dau­er- als auch beim Kraft­sport gilt die Regel: Muten Sie sich nicht zu viel, aber auch nicht zu wenig zu. Ver­su­chen Sie, das rich­ti­ge Maß zu fin­den. Spä­ter kön­nen Sie die Belas­tung lang­sam und stu­fen­wei­se stei­gern. Trai­nie­ren Sie immer so, dass Sie wäh­rend­des­sen kei­ne Schmer­zen und am nächs­ten Tag kei­nen Mus­kel­ka­ter haben. Am bes­ten las­sen Sie sich von einem Sport­me­di­zi­ner bera­ten, der das rich­ti­ge Sport­pro­gramm und die rich­ti­ge Dosis für Sie aus­tüf­telt. Sie kön­nen Aus­dau­er- und Kraft­trai­ning auch mit­ein­an­der kom­bi­nie­ren. Dann müs­sen Sie aller­dings auf die Gesamt­do­sis der kör­per­li­chen Akti­vi­tät ach­ten.

Training: leicht, moderat oder schwer?

Um das Aus­maß der kör­per­li­chen Belas­tung selbst bes­ser ein­schät­zen zu kön­nen, hel­fen fol­gen­de gro­be Regeln:

  • Leich­te kör­per­li­che Akti­vi­tät: Sie schwit­zen nicht und kön­nen sich pro­blem­los mit ande­ren unter­hal­ten. Ein Bei­spiel ist der Spa­zier­gang in nor­ma­lem Tem­po.
  • Mode­ra­te kör­per­li­che Akti­vi­tät: Sie schwit­zen leicht und kön­nen sich wäh­rend der kör­per­li­chen Akti­vi­tät noch halb­wegs mit ande­ren unter­hal­ten. Bei­spie­le: Nor­dic Wal­king oder ein flot­ter Spa­zier­gang
  • Anstren­gen­de kör­per­li­che Akti­vi­tät: Sie schwit­zen stark und sind kaum oder nicht mehr in der Lage, sich mit ande­ren zu unter­hal­ten. Bei­spie­le: Jog­gen, schnel­les Rad­fah­ren
Ausdauertraining – so viel sollte es sein!
  • Ärz­te raten, drei­mal pro Woche für jeweils 60 Minu­ten kör­per­lich aktiv zu sein. Sie kön­nen alter­na­tiv auch fünf bis sechs Ein­hei­ten wöchent­lich für jeweils 30 Minu­ten trai­nie­ren. Gut sind Spa­zie­ren­ge­hen, Nor­dic Wal­king oder sanf­tes Schwim­men. Sie soll­ten sich bei der Betä­ti­gung leicht anstren­gen müs­sen.
  • Falls Sie sich wenig stär­ker ver­aus­ga­ben dür­fen: Trai­nie­ren Sie inten­si­ver, aber kür­zer. Rat­sam sind min­des­tens drei­mal pro Woche für jeweils 30 Minu­ten.
Krafttraining – wie viel soll es sein?
  • Absol­vie­ren Sie Sie zwei- bis drei­mal pro Woche für 45 bis 60 Minu­ten ein Kraft­trai­ning. Set­zen Sie dabei aber nur etwa 50 bis 75 Pro­zent Ihrer vol­len Mus­kel­kraft ein.
  • Wie­der­ho­len Sie die Übun­gen in zwei bis drei Seri­en 8- bis 15-mal.
  • In der Pro­sta­ta­krebs­nach­sor­ge kön­nen Sie auch stär­ker und inten­si­ver trai­nie­ren. Sie ent­schei­den selbst, wel­ches Maß für Sie rich­tig ist.

Ach­tung! Ein maxi­ma­les Kraft­trai­ning wäh­rend einer medi­zi­ni­schen The­ra­pie, bei dem Sie Ihre vol­le Mus­kel­kraft ein­set­zen, ist ohne The­ra­peut auf kei­nen Fall rat­sam. Die Gefahr von Über­las­tung und Ver­let­zung ist zu groß.

Bringen Sie zusätzlich Bewegung in Ihren Alltag!

Ärz­te wis­sen heu­te, dass jede Art von Bewe­gung zählt – nicht nur Sport! Ver­su­chen Sie, so wenig wie mög­lich zu sit­zen oder zu lie­gen, son­dern blei­ben Sie unter­tags mög­lichst viel in Bewe­gung. Die bes­ten Tipps für den All­tag!

  • Lau­fen oder radeln Sie zum nächs­ten Super­markt statt sich ins Auto zu set­zen.
  • Las­sen Sie Auf­zü­ge und Roll­trep­pen links lie­gen und stei­gen Sie Trep­pen!
  • Gehen Sie nach dem Essen ein Stück spa­zie­ren.
  • Bevor Sie zu Bett gehen: Lau­fen Sie eini­ge Schrit­te, am bes­ten an der fri­schen Luft. So wer­den Sie müde, bau­en Stress ab und schla­fen anschlie­ßend bes­ser.
  • Lau­fen Sie zuhau­se so viel wie mög­lich hin und her.
  • Auch Gar­ten­ar­beit wie Unkraut­jä­ten oder Rasen­mä­hen und Tätig­kei­ten im Haus­halt wie Staub­saugen oder Put­zen gel­ten als Bewe­gung!

Wann verzichten Sie besser auf Sport bei Prostatakrebs?

In man­chen Fäl­len ver­zich­ten Krebs­pa­ti­en­ten bes­ser auf Sport und anstren­gen­de Tätig­kei­ten, son­dern scho­nen sich. Bei­spie­le sind:

  • aku­te Blu­tun­gen
  • star­ke Schmer­zen
  • ein­ge­schränk­tes Bewusst­sein
  • Kreis­lauf­pro­ble­me, Schwin­del
  • Fie­ber über 38 °C
  • Infek­ti­on
  • Übel­keit, Erbre­chen
  • 24 bis 48 Stun­den nach einer Che­mo­the­ra­pie, die Herz und Nie­ren belas­tet
  • ver­min­der­te Anzahl an Blut­plätt­chen: Throm­bo­zy­ten unter 10.000/μl, nur unter the­ra­peu­ti­scher Auf­sicht bei Wer­ten zwi­schen 10.000 und 20.000/μl
  • ver­min­der­ter Hämo­glo­bin­wert unter 8 g/dl Blut
  • bruch­ge­fähr­de­te Kno­chen­me­ta­sta­sen oder Kno­chen­ab­bau im Bereich der Wir­bel­säu­le, Arme oder Bei­ne.

Fazit: Fan­gen Sie ein­fach mit der Bewe­gung und dem Sport bei Pro­sta­ta­krebs an! Wäh­len ein Trai­ning, das Ihnen wirk­lich Spaß macht – so blei­ben Sie eher dabei und der inne­re Schwein­hund hat weni­ger Chan­cen. Wenn Sie vor Ihrer Krebs­er­kran­kung ein Sport­muf­fel waren, müs­sen Sie viel­leicht meh­re­re Sport­ar­ten aus­pro­bie­ren. Falls Sie kein All­ein­kämp­fer sind: Suchen Sie sich Mit­strei­ter! Und: Auch ein Spa­zier­gang von 20 Minu­ten bringt schon etwas. Jeder Art von Bewe­gung ist bes­ser als auf dem Sofa zu lie­gen.

Quel­len:

  • Deut­sche Krebs­hil­fe Blaue Rat­ge­ber: Bewe­gung und Sport bei Krebs, https://www.krebshilfe.de/fileadmin/Downloads/PDFs/Blaue_Ratgeber/048_0046.pdf
  • Deut­sche Krebs­ge­sell­schaft, https://www.krebsgesellschaft.de/onko-internetportal/basis-informationen-krebs/basis-informationen-krebs-allgemeine-informationen/sport-bei-krebs-so-wichtig-wie-.html
  • Deut­sches Krebs­for­schungs­zen­trum (DKFZ), https://www.krebsinformationsdienst.de/leben/alltag/sport-nach-krebs.php
  • Health­ca­re Bay­ern e.V., https://healthcare-bayern.de/de/sport-gegen-krebs.html

Datum: 14.9.2018

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