Verschlechtert Alkoholkonsum die Überlebenschancen bei Prostatakrebs?

Wer bereits Pro­sta­ta­krebs hat und wei­ter Alko­hol trinkt, ver­schlech­tert damit womög­lich sei­ne Über­le­bens­chan­cen. Das legt zumin­dest eine kana­di­sche Stu­die nahe, die vor kur­zem ver­öf­fent­licht wurde.

Beobachtung über 19 Jahre hinweg

Dass zu viel Alko­hol das Pro­sta­ta­krebs­ri­si­ko erhöht, ist schon län­ger bekannt. Wie sich ein hoher Alko­hol­kon­sum nach einer Pro­sta­ta­krebs-Dia­gno­se auf den Ver­lauf der Krebs­er­kran­kung aus­wirkt, ist noch nicht hin­rei­chend erforscht.

Eine kana­di­sche Stu­die bringt nun neue Erkennt­nis­se: Die Wis­sen­schaft­ler haben dafür 829 Män­ner mit Pro­sta­ta­krebs maxi­mal 19 Jah­re lang regel­mä­ßig hin­sicht­lich ihrer Trink­ge­wohn­hei­ten befragt und ihre Anga­ben mit dem Über­le­ben der Män­ner in Zusam­men­hang gebracht.

Das Ergeb­nis: Wer regel­mä­ßig Alko­hol trank, starb nicht nur ins­ge­samt frü­her, son­dern hat­te auch ein höhe­res Risi­ko, sein Pro­statakar­zi­nom nicht zu über­le­ben. Das galt beson­ders für Män­ner, die min­des­tens zwei­mal täg­lich Alko­hol getrun­ken hat­ten. Die Wis­sen­schaft­ler sagen aber auch, dass das Ergeb­nis jetzt durch wei­te­re Stu­di­en über­prüft wer­den solle.

Quel­le:
Far­ris, M. S., Cour­neya, K. S., Kop­ci­uk, K. A., McG­re­gor, S. E. and Frie­den­reich, C. M. (2018), Post-dia­gno­sis alco­hol inta­ke and pro­sta­te can­cer sur­vi­val: A popu­la­ti­on-based cohort stu­dy. Int. J. Can­cer. doi:10.1002/ijc.31307

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