Psychoonkologie bei Krebs – Beistand für die Seele

Eine Krebs­er­kran­kung ver­setzt auch die Psy­che in einen Aus­nah­me­zu­stand. Lesen Sie, wie Ihnen die Psy­cho­on­ko­lo­gie hilft und Ihre Lebens­qua­li­tät wie­der ver­bes­sert. Von Ingrid Mül­ler

Die Psy­cho­on­ko­lo­gie ist mitt­ler­wei­le ein fes­ter Bestand­teil der Krebs­be­hand­lung. Denn Krebs betrifft nicht nur den Kör­per, son­dern setzt auch der See­le zu – und hier setzt die Psy­cho­on­ko­lo­gie an. Eine Krebs­dia­gno­se emp­fin­den wohl die meis­ten Men­schen als eine Radi­kal­um­kehr ihres bis­he­ri­gen Lebens. Sie wirkt sich auf den All­tag, Beruf, das zwi­schen­mensch­li­che Mit­ein­an­der mit Ange­hö­ri­gen und Freun­den sowie die eige­ne Psy­che aus. Vie­le füh­len sich nie­der­ge­schla­gen, ver­zwei­felt, hoff­nungs­los und depres­siv. Sie haben Schwie­rig­kei­ten, die Krebs­dia­gno­se zu akzep­tie­ren und erle­ben mas­si­ve Ängs­te vor den Krebs­be­hand­lun­gen, Neben­wir­kun­gen und lang­fris­ti­gen gesund­heit­li­chen Fol­gen.

Krebs wirft zudem eini­ge exis­ten­zi­el­le Fra­gen auf: Wie viel Lebens­zeit habe ich noch? Wie steht es um mei­ne wirt­schaft­li­che Situa­ti­on? Kann ich jemals wie­der in mei­nen Beruf zurück­keh­ren? All das wirkt sich nega­tiv auf die Lebens­qua­li­tät aus. So sinkt des­we­gen bei man­chen sogar die Bereit­schaft, die Krebs­the­ra­pi­en tat­säch­lich zu meis­tern und zu Ende zu brin­gen.

Die Psy­cho­on­ko­lo­gie kann bei allen Fra­gen und see­li­schen Nöten von Krebs­pa­ti­en­ten hel­fen. Sie ist in jeder Pha­se einer Krebs­er­kran­kung eine Unter­stüt­zung– auch, wenn Sie alle Krebs­the­ra­pi­en schon abge­schlos­sen haben.

Psychoonkologie: Hilfe vom Expertenteam

Psy­cho­on­ko­lo­gen sind Fach­leu­te, die im Ide­al­fall eine aner­kann­te Wei­ter­bil­dung absol­viert haben, zum Bei­spiel Ärz­te, Psy­cho­lo­gen, Psy­cho­the­ra­peu­ten, (Sozial)pädagogen oder Sozi­al­ar­bei­ter. Meh­re­re Insti­tu­tio­nen bie­ten sol­che Wei­ter­bil­dun­gen an. Zu beach­ten ist jedoch, dass der Begriff Psy­cho­on­ko­lo­ge in Deutsch­land kei­ne geschütz­te Berufs­be­zeich­nung ist.

In der Psy­cho­on­ko­lo­gie arbei­ten noch wei­te­re Exper­ten ver­schie­dens­ter Fach­rich­tun­gen zusam­men. Gemein­sam ver­su­chen sie, indi­vi­du­el­le Lösungs­mög­lich­kei­ten für Sie zu fin­den. Dazu gehö­ren, Kunst­the­ra­peu­ten, Pfle­gen­de, Phy­sio­the­ra­peu­ten, Ergo­the­ra­peu­ten und Seel­sor­ger. Die­se unter­stüt­zen und bera­ten Sie – auch in prak­ti­schen All­tags­fra­gen. Dies kann zum Bei­spiel der Wie­der­ein­stieg in der Beruf sein, aber auch eine Hil­fe­stel­lung beim Antrag auf Sozi­al­leis­tun­gen. Denn der läs­ti­ge Papier­kram von Kran­ken­kas­sen oder der Ren­ten­ver­si­che­rung ist vie­len Pati­en­ten zu viel, wenn ihr Blick auf das Durch­ste­hen der Krebs­be­hand­lun­gen gerich­tet ist. Die Ange­bo­te der Psy­cho­on­ko­lo­gie kön­nen übri­gens nicht nur Krebs­pa­ti­en­ten, son­dern auch ihre Ange­hö­ri­gen wahr­neh­men.

So hilft die Psychoonkologie

Die Psy­cho­on­ko­lo­gie hat ver­schie­dens­te Auf­ga­ben. Psy­cho­on­ko­lo­gen:

  • … infor­mie­ren und bera­ten Sie bei allen Fra­gen rund um Ihre per­sön­li­che Lebens­si­tua­ti­on.
  • … set­zen bestimm­te Dia­gno­se­me­tho­den ein, um das Aus­maß Ihrer psy­chi­schen Belas­tun­gen zu erfas­sen, zum Bei­spiel struk­tu­rier­te Fra­ge­bö­gen.
  • … schla­gen Behand­lungs­maß­nah­men vor, um Sie bei der Ver­ar­bei­tung und Bewäl­ti­gung der Krebs­er­kran­kung zu unter­stüt­zen.
  • … behan­deln psy­chi­sche, sozia­le und kör­per­li­che Aus­wir­kun­gen der Krebs­er­kran­kung. Bei Män­nern mit Pro­sta­ta­krebs sind die Erek­ti­le Dys­funk­ti­on und Inkon­ti­nenz die Fol­gen der The­ra­pi­en, die sie am meis­ten belas­ten.
  • … unter­stüt­zen Sie bei der Bewäl­ti­gung Ihres All­tags.
  • … hel­fen Ihnen, Sozi­al­leis­tun­gen zu bean­tra­gen und durch­zu­set­zen, auf die Sie einen Anspruch haben. Zudem bera­ten sie Sie in sozia­len und recht­li­chen Fra­gen.

Wie stellen Psychoonkologen eine seelische Belastung fest?

Eine see­li­sche Belas­tung bei Krebs­pa­ti­en­ten zu erken­nen ist für die Psy­cho­on­ko­lo­gie nicht ganz leicht. Denn nicht alle Betrof­fe­ne gehen auf die glei­che Wei­se mit ihrer Krebs­er­kran­kung um oder lei­den unter den glei­chen Beschwer­den im sel­ben Aus­maß. Aus Stu­di­en ist jedoch bekannt, dass sich bis zu 60 von 100 Krebs­pa­ti­en­ten enorm see­lisch belas­tet füh­len. Fast 50 Pro­zent aller Men­schen mit Krebs haben gro­ße Ängs­te, allen vor­an vor dem Fort­schrei­ten oder der Rück­kehr der Krebs­krank­heit. Spe­zi­el­le Fra­ge­bö­gen hel­fen Psy­cho­on­ko­lo­gen, see­li­sche Belas­tun­gen und ihre Stär­ke bes­ser ein­zu­ord­nen.

Distress-Thermometer

Hin­ter dem Dis­tress-Ther­mo­me­ter ver­birgt sich ein Kurz­test, den Ärz­te spe­zi­ell für Krebs­pa­ti­en­ten ent­wi­ckelt haben. „Dis­tress“ bedeu­tet im Eng­li­schen „psy­cho­so­zia­le Belas­tung“. Im ers­ten Teil des Tests geben Sie auf einer Punk­te­ska­la von 1 bis 10 an, wie Sie sich der­zeit füh­len. Die 1 steht dabei für „über­haupt nicht belas­tet“, die 10 dage­gen für „extrem belas­tet“. Ein Wert von 5 und auf­wärts bedeu­tet, dass Sie eine Belas­tung erle­ben.

Im zwei­ten Teil des Fra­ge­bo­gens geben Sie an, in wel­chem psy­cho­so­zia­len Bereich Sie in den letz­ten Wochen Schwie­rig­kei­ten hat­ten – von der Part­ner­schaft, Fami­lie, Freun­den bis hin zum gewohn­ten All­tag und Beruf. Die Test­ergeb­nis­se las­sen Rück­schlüs­se dar­auf zu, in wel­chem Bereich Sie beson­ders lei­den und Hil­fe benö­ti­gen. Sie kön­nen jedoch kei­ne Aus­sa­ge dar­über tref­fen, ob Sie unter einer ech­ten Depres­si­on oder Angst­stö­rung lei­den.

Hospital Anxiety and Depression Scale (HADS)

Der HADS ist ein Test, mit dem sich psy­chi­sche Beein­träch­ti­gun­gen bei einem Men­schen erfas­sen las­sen. Über einen Fra­ge­bo­gen, der 14 Aus­sa­gen umfasst, schät­zen Sie Ihre all­ge­mei­ne und see­li­sche Ver­fas­sung ein. Die­se lau­ten zum Bei­spiel:

  • Ich füh­le mich ange­spannt oder über­reizt
  • Manch­mal habe ich ein ängst­li­ches Gefühl in der Magen­ge­gend
  • Ich bli­cke mit Freu­de in die Zukunft
  • Ich kann mich an einem gutem Buch, einer Radio- oder Fern­seh­sen­dung erfreu­en

Sie wäh­len aus den Ant­wort­mög­lich­kei­ten jene aus, die am meis­ten auf Sie per­sön­lich zutrifft – Ihrer Ant­wort ist wie­der­um ein bestimm­ter Punkt­wert von 0 bis 3 zuge­ord­net. Am Schluss wer­den alle Punk­te zusam­men­ge­zählt. Aus dem Ergeb­nis lässt sich abschät­zen, wie wahr­schein­lich eine psy­chi­sche Belas­tung bei Ihnen ist. Wie beim Dis­tress-Ther­mo­me­ter las­sen sich auch mit dem HADS kei­ne psy­chi­schen Erkran­kun­gen dia­gnos­ti­zie­ren.

Welche Behandlungen bietet die Psychoonkologie?

Es gibt meh­re­re Behand­lungs­mög­lich­kei­ten, die sich Psy­cho­on­ko­lo­gen zunut­ze machen. Aller­dings exis­tiert nicht „die eine“ The­ra­pie, die zu jedem Krebs­pa­ti­en­ten passt. Es hängt von der Art und der Schwe­re der see­li­schen Belas­tung ab, wel­che Behand­lung Psy­cho­on­ko­lo­gen ein­set­zen. Hilf­reich ist manch­mal auch eine Kom­bi­na­ti­on meh­re­re The­ra­pi­en.

Entspannungstechniken

Ent­span­nungs­me­tho­den lin­dern Ihre inne­re Anspan­nung, Unru­he und Ängs­te. Sie hel­fen Ihnen, bes­ser zur Ruhe zu kom­men, min­dern see­li­sche Belas­tun­gen und sor­gen für eine bes­se­re Lebens­qua­li­tät. Wirk­sam sind zum Bei­spiel Auto­ge­nes Trai­ning oder die Pro­gres­si­ve Mus­kel­ent­span­nung nach Jacob­son. Am bes­ten erler­nen Sie die Ent­span­nungs­tech­nik unter pro­fes­sio­nel­ler Anlei­tung. Spä­ter kön­nen Sie die Übun­gen selbst zuhau­se, aber auch am Arbeits­platz oder unter­wegs durch­füh­ren.

Autogenes Training
Dabei wie­der­ho­len Sie bestimm­te Sät­ze, etwa „Ich bin ganz ruhig“, „Mein rech­ter Arm wird schwer“ oder „Mein Atem wird ruhig“. Das Auto­ge­ne Trai­ning ähnelt einer Selbst­hyp­no­se und ver­setzt Ihren Kör­per lang­sam in einen ent­spann­ten Zustand. Sie müs­sen ein wenig üben, bis sich die gewünsch­ten Erfol­ge ein­stel­len.
Progressive Muskelentspannung nach Jacobson
Sie span­nen ein­zel­ne Mus­kel­grup­pen an, hal­ten die Span­nung für eini­ge Sekun­den und lockern die Mus­ku­la­tur dann wie­der. Ein Bei­spiel: Sie bal­len die rech­te Hand zur Faust, hal­ten die­se und öff­nen sie wie­der. Danach fol­gen die lin­ke Hand und immer wei­te­re Mus­kel­grup­pen. Sie wech­seln zwi­schen der lin­ken und rech­ten Kör­per­sei­te hin und her. So lösen Sie Ver­kramp­fun­gen und Ihr Kör­per lockert und ent­spannt sich.

Imaginative Verfahren

Ima­gi­na­ti­ve Ver­fah­ren arbei­ten allein mit Ihrer Vor­stel­lung­kraft! Sie erzeu­gen dabei selbst eine Art „Kopf­ki­no“ und stel­len sich auf Ihren Phan­ta­sier­ei­sen schö­ne, ange­neh­me Bil­der vor. Das kann ein Spa­zier­gang am Strand sein, ein Bad im Meer oder eine Berg­wan­de­rung. So wecken Sie posi­ti­ve Erin­ne­run­gen, Vor­stel­lun­gen, Gefüh­le und Emp­fin­dun­gen. Ängs­te und Anspan­nung las­sen nach und Sie erle­ben einen tie­fen Ruhe­zu­stand.

Yoga

Yoga soll den Kör­per und Geist in Balan­ce brin­gen sowie die Mus­keln und Ner­ven stär­ken. Es gibt ver­schie­dens­te Yoga-Tech­ni­ken – am bes­ten bekannt ist das Hatha-Yoga. Man­che Yoga-For­men for­dern Sie stär­ker sport­lich, wäh­rend ande­re mehr mit Medi­ta­ti­on arbei­ten. Yoga erler­nen Sie am bes­ten von einem Pro­fi. Fra­gen Sie vor­her bei Ihren behan­deln­den Ärz­ten und The­ra­peu­ten nach, wel­che Art des Yogas für Sie am bes­ten geeig­net ist. Sie soll­ten sich dabei kör­per­lich nicht über­for­dern.

Meditation

Die Medi­ta­ti­on zielt dar­auf ab, den Geist durch Acht­sam­keits- oder Kon­zen­tra­ti­ons­übun­gen zu beru­hi­gen und zu sam­meln. Sie „ver­sen­ken“ sich in sich selbst, kon­zen­trie­ren sich auf den Moment und das Hier und Jetzt. So errei­chen Sie einen Zustand tie­fer inne­rer Ruhe.

Patientenseminare

Pati­enten­se­mi­na­re (auch Psy­choedu­ka­ti­on oder Pati­en­tene­du­ka­ti­on) sind eine gute Mög­lich­keit, um Ihr Befin­den und Ihre Lebens­qua­li­tät zu ver­bes­sern. Vie­le Reha­kli­ni­ken oder die ambu­lan­te Nach­sor­ge bie­ten die­se Form der Wis­sens­ver­mitt­lung an. Sie ler­nen zum Bei­spiel:

  • wel­che Unter­su­chungs- und Behand­lungs­mög­lich­kei­ten es bei ihrer Krebs­er­kran­kung gibt
  • was Sie selbst für Ihre Gesund­heit tun kön­nen, zum Bei­spiel durch eine gesun­de Ernäh­rung, aus­rei­chen­de Bewe­gung, Nikotin­ver­zicht oder mäßi­gen Alko­hol­kon­sum
  • wie Sie bes­ser mit Stress und Ihrer Krebs­er­kran­kung umge­hen
  • wel­che Hil­fen es gibt und wo Sie psy­cho­so­zia­le Unter­stüt­zung fin­den

Pati­enten­se­mi­na­re sind außer­dem eine gute Mög­lich­keit, um mit ande­ren Krebs­pa­ti­en­ten in Kon­takt zu kom­men und sich mit ihnen aus­zu­tau­schen. Vie­len hilft es zu sehen, dass es ande­ren genau­so geht wie ihnen selbst.

Psychotherapie

Die Psy­cho­the­ra­pie ver­sucht, die see­li­schen Nöte durch Gesprä­che zu lin­dern. Medi­ka­men­te kom­men dabei nicht zum Ein­satz. Es gibt ver­schie­de­ne Arten der Psy­cho­the­ra­pie, bei­spiels­wei­se:

Verhaltenstherapie

Ziel ist es, erlern­te Denk­wei­sen und Ver­hal­tens­mus­ter wie­der zu „ver­ler­nen“. Sie iden­ti­fi­zie­ren gemein­sam mit Ihrem Psy­cho­the­ra­peu­ten nega­ti­ve Gedan­ken und Ver­hal­tens­wei­sen – dann ent­wi­ckeln Sie Alter­na­ti­ven zu die­sen. Die Ver­hal­tens­the­ra­pie ver­rin­gert Ängs­te, Depres­si­vi­tät sowie kör­per­li­che und see­li­sche Beschwer­den. Lang­fris­tig beein­flus­sen Sie somit auch Ihre Lebens­qua­li­tät posi­tiv.

Psychoanalyse

Der The­ra­peut hilft Ihnen, Kon­flik­te zu erken­nen und zu bear­bei­ten. Manch­mal lie­gen die­se auch wei­ter zurück, etwa in der Kind­heit. Sie neh­men gemein­sam der­zei­ti­ge Bezie­hun­gen zu ande­ren Men­schen unter die Lupe, die Sie even­tu­ell belas­ten. Auch Ver­lust oder Ver­sa­gens­ängs­te spie­len eine Rol­le in der Psy­cho­ana­ly­se. Der Psy­cho­the­ra­peut hört aktiv zu und hilft Ihnen, bis­lang unbe­kann­te Zusam­men­hän­ge auf­zu­de­cken und zu ver­ste­hen.

Paartherapie

Die­se bezieht auch Ihren Lebens­part­ner in die Psy­cho­the­ra­pie mit ein. Ohne­hin ist der Part­ner oder die Part­ne­rin ein wich­ti­ger Teil in der Psy­cho­on­ko­lo­gie. Die Paar­the­ra­pie hilft in vie­len Fäl­len, das Aus­maß der see­li­schen Belas­tun­gen zu ver­rin­gern.

Die gesetz­li­chen Kran­ken­kas­sen über­neh­men in der Regel die Kos­ten für die Ver­hal­tens­the­ra­pie und psy­cho­ana­ly­ti­sche Ver­fah­ren. Die Psy­cho­the­ra­pie gibt es als Ein­zel-, Grup­pen- oder Paar­the­ra­pie.

Künstlerische Therapien

Musik, Kunst und Tanz sind Aus­drucks­for­men, die viel­leicht anfangs nicht jeder­manns Sache sind. Denn manch einer schwingt sel­ten das Tanz­bein oder den Pin­sel. Aber: Über künst­le­ri­sche The­ra­pi­en, die ohne Wor­te aus­kom­men, kön­nen vie­le Krebs­pa­ti­en­ten ihre Gefüh­le viel bes­ser aus­drü­cken und so ihre Krebs­er­kran­kung ver­ar­bei­ten. Sie kön­nen zeich­nen, malen, mit Ton arbei­ten, sin­gen, ein Instru­ment spie­len oder tan­zen. Vie­le Ein­rich­tun­gen, zum Bei­spiel Reha­kli­ni­ken, bie­ten sol­che künst­le­ri­schen The­ra­pi­en beglei­tend an. Wei­te­re Infor­ma­tio­nen fin­den Sie auf der Inter­net­sei­te der Bun­des­ar­beits­ge­mein­schaft Künst­le­ri­sche The­ra­pi­en

Psychoonkologie: Wo finde ich die richtige  Hilfe?

Krebs­ärz­te sind sich heu­te einig, dass allen Krebs­pa­ti­en­ten und den Ange­hö­ri­gen früh­zei­tig und wie­der­holt psy­cho­on­ko­lo­gi­sche Hil­fe­stel­lung zugäng­lich sein soll­te. Und zwar unab­hän­gig von der Schwe­re der Krebs­er­kran­kung und in allen Pha­sen der Krank­heit. Wich­tig sind jedoch Ihre per­sön­li­chen Wün­sche und Vor­stel­lun­gen. Über­le­gen Sie, wel­che Sor­gen, Ängs­te und Nöte Sie pla­gen. Scheu­en Sie sich nicht, psy­cho­on­ko­lo­gi­sche Hil­fe in Anspruch zu neh­men – dies ist ganz nor­mal!

Psychoonkologie: stationäre Angebote
  • Zer­ti­fi­zier­te Krebs­zen­tren: Onko­lo­gi­schen Zen­tren oder Organ­krebs­zen­tren müs­sen eine psy­cho­on­ko­lo­gi­sche Betreu­ung sicher­stel­len. Spre­chen Sie Ihre behan­deln­den Ärz­te und Pfle­ge­fach­kräf­te an, wenn Sie in see­li­schen Nöten sind. Ein Ver­zeich­nis zer­ti­fi­zier­ter Krebs­zen­tren fin­den Sie im Inter­net unter oncomap.de.
  • Reha­kli­ni­ken: Alle onko­lo­gi­schen Reha­kli­ni­ken bie­ten psy­cho­on­ko­lo­gi­sche Unter­stüt­zung an. Sie kön­nen sich bera­ten las­sen, Ent­span­nungs­tech­ni­ken ler­nen oder an Pati­enten­se­mi­na­ren teil­neh­men. Auch eine Kurz­zeit-Psy­cho­the­ra­pie ist in einer Reha­kli­nik mög­lich.
  • Sozi­al­dienst der Kli­nik: Bei sozi­al­recht­li­chen Fra­gen sowie der Suche nach Ansprech­part­nern und Adres­sen ist der Sozi­al­dienst der Kli­nik oder Reha­kli­nik eine gute Anlauf­stel­le.
Ambulante Angebote der Psychoonkologie
Man­che Krebs­pa­ti­en­ten haben auch noch see­li­schen Unter­stüt­zungs­be­darf, wenn Sie die Kli­nik und Reha­kli­nik ver­las­sen haben. Es gibt des­halb Ange­bo­te in Wohn­ort­nä­he:
  • Ambu­lan­te Psy­cho­on­ko­lo­gen: Der Krebs­in­for­ma­ti­ons­dienst (DKFZ) bie­tet eine Such­funk­ti­on an, über die Sie ambu­lant arbei­ten­de Psy­cho­on­ko­lo­gen in der Nähe Ihres Wohn­or­tes aus­fin­dig machen kön­nen. Sie haben eine Wei­ter­bil­dung zur Bera­tung und Behand­lung von Krebs­pa­ti­en­ten absol­viert. Auch über die Web­sei­ten des Kas­sen­ärzt­li­chen Ver­ei­ni­gun­gen kön­nen Sie nach Psy­cho­on­ko­lo­gen in Ihrem Bun­des­land suchen. Sowohl Ärz­te als auch Psy­cho­lo­gen bie­ten Psy­cho­the­ra­pi­en an.
  • Fra­gen Sie auch Ihren Haus­arzt oder behan­deln­den Fach­arzt nach Anlauf­stel­len bei psy­chi­schen Pro­ble­men. Sie ver­fü­gen meist schon über Adres­sen, weil Sie in der Regel nicht sein ers­ter Krebs­pa­ti­ent sind.
  • Psy­cho­so­zia­le Krebs­be­ra­tungs­stel­len: Dort bekom­men Sie Infor­ma­tio­nen zu Ihrer Krebs­krank­heit, aber auch Unter­stüt­zung bei sozia­len und recht­li­chen Fra­gen sowie der Bewäl­ti­gung von see­li­schen Pro­ble­men und Kri­sen. Adres­sen von Krebs­be­ra­tungs­stel­len in Ihrer Nähe erhal­ten Sie zum Bei­spiel auf den Inter­net­sei­ten der Deut­schen Krebs­for­schungs­zen­trums (DKFZ).
  • Psy­cho­on­ko­lo­gi­sche Ambu­lan­zen gibt es in eini­gen Kran­ken­häu­sern, zer­ti­fi­zier­ten Krebs­zen­tren und onko­lo­gi­schen Schwer­punkt­pra­xen.
  • Selbst­hil­fe­grup­pen und Selbst­hil­fe­or­ga­ni­sa­tio­nen: Dort fin­den Sie Krebs­pa­ti­en­ten, denen es oft genau­so geht wie Ihnen. Ande­re Betrof­fe­ne kön­nen Ihnen Mut machen, Ängs­te neh­men oder Hoff­nung und Zuver­sicht geben. Wer selbst eine Krebs­er­kran­kung durch­ge­macht hat, ver­fügt meist über eini­ge Tipps und Anre­gun­gen, die für Sie viel­leicht eben­falls hilf­reich sind.

Quel­len:

  • S3-Leit­li­nie „Psy­cho­on­ko­lo­gi­sche Dia­gnos­tik, Bera­tung und Behand­lung von erwach­se­nen Krebs­pa­ti­en­ten (gül­tig bis 30.1.2019)
  • Deut­sche Krebs­ge­sell­schaft und Deut­sche Krebs­hil­fe: Pati­en­ten­leit­li­nie Psy­cho­on­ko­lo­gie, Febru­ar 2016
  • Deut­sches Krebs­for­schungs­zen­trum (DFKZ), krebsinformationsdienst.de (Abruf: 10.1.2019)

Datum: 10.1.2019

Broschüre Psychoonkologie
Alle Infor­ma­tio­nen zur Psy­cho­on­ko­lo­gie von der Baye­ri­schen Krebs­ge­sell­schaft e.V.!

Prostatakrebs: lokal begrenzt, lokal fortgeschritten oder metastasiert?

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