Prostataentzündung – alle Symptome und Behandlungen

Eine Pro­sta­ta­ent­zün­dung ist für Män­ner vor allem oft eines – näm­lich schmerz­haft. Alles über die Sym­pto­me, Ursa­chen und Behand­lun­gen bei Pro­sta­ti­tis.Von Ingrid Mül­ler

Die Pro­sta­ta­ent­zün­dung ist eine Ent­zün­dung der Vor­ste­her­drü­se, der Pro­sta­ta. Sie kann Män­nern erheb­lich zuset­zen. Schmer­zen – vor allem im Bereich des Damms und beim Was­ser­las­sen – sind ein Hin­weis dar­auf, dass sich in der Pro­sta­ta eine Ent­zün­dung abspielt. Medi­zi­nisch heißt die Pro­sta­ta­ent­zün­dung auch Pro­sta­ti­tis oder neu­er­dings: Pro­sta­ti­tis-Syn­drom. Dar­un­ter haben Ärz­te gleich meh­re­re Krank­heits­bil­der zusam­men­ge­fasst.

Das Natio­nal Insti­tu­te of Health (NIH) hat die Erkran­kun­gen in vier Kate­go­ri­en ein­ge­teilt:

Formen der Prostatitis
  1. Aku­te bak­te­ri­el­le Pro­sta­ta­ent­zün­dung (NIH I)
  2. Chro­ni­sche bak­te­ri­el­le Pro­sta­ta­ent­zün­dung (hält mehr als drei Mona­te an, NIH II)
  3. Chro­ni­sche abak­te­ri­el­le Prostatitis/Chronisches Becken­schmerz­syn­drom – ent­zünd­lich und nicht-ent­zünd­lich (NIH IIIA und IIIB)
  4. Asym­pto­ma­ti­sche Pro­sta­ta­ent­zün­dung (ohne Sym­pto­me, NIH IV)

Bei einer Pro­sta­ta­ent­zün­dung sind manch­mal Bak­te­ri­en am Werk, allen vor­an Darm­bak­te­ri­en. Über die Harn­we­ge oder sel­te­ner das Blut gelan­gen die Kei­me in die Pro­sta­ta und rufen dort Ent­zün­dun­gen her­vor. In vie­len Fäl­len kön­nen Ärz­te auch kei­ne Ursa­che für die Pro­sta­ti­tis fin­den. Idio­pa­thi­sche Pro­sta­ta­ent­zün­dung ist der Fach­be­griff dafür.

Wie häufig ist die Prostataentzündung?

Die Wahr­schein­lich­keit, dass ein Mann ein­mal im Lauf sei­nes Lebens an einer Pro­sta­ta­ent­zün­dung erkrankt, liegt gar nicht so nied­rig: näm­lich bei etwa 15 Pro­zent, berich­tet das Robert Koch-Insti­tut. Jähr­lich erwischt die Pro­sta­ti­tis sta­tis­tisch gese­hen 3,8 von 1.000 Män­nern zwi­schen 18 und 74 Jah­ren. Im Mit­tel sind Män­ner unge­fähr 40 bis 50 Jah­re alt, wenn sie an einer Pro­sta­ti­tis erkran­ken.

Bei rund 30 Pro­zent der Män­ner dau­ert die Pro­sta­ta­ent­zün­dung län­ger als ein Jahr. Bei etwa der Hälf­te davon geht die Pro­sta­ti­tis in eine chro­ni­sche Form über. Vie­le erle­ben im Ver­lauf der Pro­sta­ta­ent­zün­dung immer wie­der „Rück­fäl­le“ – es schlie­ßen oft meh­re­re Krank­heits­epi­so­den an. Die Ent­zün­dung der Pro­sta­ta kann also sehr hart­nä­ckig sein.

Prostataentzündung – Ursachen und Risikofaktoren

Bei fünf bis zehn Pro­zent der Män­ner mit einer aku­ten Pro­sta­ti­tis ist eine Infek­ti­on mit Bak­te­ri­en der Grund für die Ent­zün­dung. Die Kei­me brei­ten sich ent­we­der über das Blut oder die Harn­we­ge (Bla­se, Harn­röh­re) bis hin zur Vor­ste­her­drü­se aus.

Meist ste­cken Darm­bak­te­ri­en hin­ter der Pro­sta­ta­ent­zün­dung – am häu­figs­ten Esche­ri­chia coli (E. coli) und Entero­coc­cus fae­ca­lis. Dane­ben kom­men ande­re Darm­bak­te­ri­en, Ente­ro­kok­ken, Kleb­si­el­len und manch­mal Pseu­do­mo­nas aeru­gi­no­sa als Aus­lö­ser in Fra­ge. Auch  Bak­te­ri­en, die sexu­ell-über­trag­ba­re Krank­hei­ten (STD) ver­ur­sa­chen, kön­nen eine Rol­le spie­len: Chla­my­di­en, Tri­cho­mo­na­den oder Neis­se­ria gonor­rhoeae (Trip­per).

Die aku­te Pro­sta­ti­tis kann schließ­lich in eine chro­ni­sche, bak­te­ri­el­le Pro­sta­ta­ent­zün­dung über­ge­hen. Dies ist der Fall, wenn Sie die Ent­zün­dung nach drei Mona­ten noch nicht wie­der los sind. Die chro­ni­sche Form ver­ur­sacht jedoch weni­ger hef­ti­ge Beschwer­den, zum Bei­spiel Schmer­zen beim Was­ser­las­sen.

Beim chro­ni­schen Becken­schmerz­syn­drom kön­nen Ärz­te kei­ne Bak­te­ri­en im Urin oder Eja­ku­lat nach­wei­sen. Die­se Erkran­kung heißt des­we­gen auch abak­te­ri­el­le chro­ni­sche Pro­sta­ti­tis. Mög­li­cher­wei­se spie­len aber auch hier nicht im Labor nach­weis­ba­re Kei­me eine Rol­le. Ärz­te fin­den oft eine erhöh­te Anzahl an wei­ßen Blut­kör­per­chen (Leu­ko­zy­ten). Sie zei­gen, dass im Kör­per eine Ent­zün­dung vor­liegt. Ärz­te bezeich­nen die­se Form der Pro­sta­ta­ent­zün­dung als ent­zünd­li­ches, chro­ni­sches Becken­schmerz­syn­drom. Sind weder Bak­te­ri­en noch erhöh­te Leu­ko­zy­ten nach­weis­bar, heißt die Krank­heit nicht-ent­zünd­li­ches, chro­ni­sches Becken­schmerz­syn­drom.

Die Ursa­che die­ser Form der Pro­sta­ta­ent­zün­dung bleibt oft im Dun­keln. Betei­ligt sein kön­nen jedoch bei­spiels­wei­se:

  • Stö­run­gen der Bla­sen­ent­lee­rung, etwa bei Erkran­kun­gen des zen­tra­len Ner­ven­sys­tems (ZNS)
  • Ver­en­gun­gen der ablei­ten­den Pro­sta­ta­we­ge (z.B. Pro­sta­tas­tei­ne, Tumo­ren)
  • Pro­sta­ti­scher Rück­fluss: Dabei gelangt Urin in die Drü­sen­gän­ge der Pro­sta­ta und ruft dort Ent­zün­dun­gen oder Pro­sta­tas­tei­ne her­vor.
  • Harn­röh­ren­ver­en­gung
  • psy­chi­sche Ursa­chen (wer­den ver­stärkt dis­ku­tiert)

Bei der asym­pto­ma­ti­schen Pro­sta­ta­ent­zün­dung fin­den Ärz­te zwar Anzei­chen einer Ent­zün­dung im Blut, aber der betrof­fe­ne Mann ver­prürt kei­ner­lei Sym­pto­me, etwa Schmer­zen. Die­se Form ent­de­cken Ärz­te oft zufäl­lig bei einer Unter­su­chung.

Dane­ben ken­nen Medi­zi­ner eini­ge Fak­to­ren, die das Risko für eine Pro­sta­ta­ent­zün­dung erhö­hen. Dazu gehö­ren unter ande­rem:

Risikofaktoren für eine Prostataentzündung
  • all­ge­mei­ne Krank­hei­ten, etwa die Zucker­krank­heit Dia­be­tes mel­li­tus. Die erhöh­ten Zucker­wer­te in Urin bie­ten Bak­te­ri­en even­tu­ell ein idea­les Milieu, in dem sie sich ver­meh­ren kön­nen. Auch HIV/Aids erhöht das Risi­ko für eine Pro­sta­ti­tis.
  • eine frü­he­re Pro­sta­ta­ent­zün­dung
  • Bla­sen- oder Harn­röh­ren­ent­zün­dung
  • Becken­ver­let­zun­gen, etwa durch Rad­fah­ren oder Rei­ten
  • Bla­sen­ka­the­ter: Dort kön­nen sich Bak­te­ri­en ansie­deln und über die Harn­we­ge in die Pro­sta­ta gelan­gen. Auch durch win­zi­ge Ver­let­zun­gen durch den Kathe­ter haben Bak­te­ri­en leich­te­res Spiel.
  • unter­drück­tes Immun­sys­tem, etwa durch Immun­sup­pres­si­va nach einer Organ­trans­plan­ta­ti­on
  • eine frü­he­re Pro­statabi­op­sie

Prostataentzündung: Symptome sind meist Schmerzen

Eine aku­te Pro­sta­ta­ent­zün­dung, die meist ohne gro­ße Vor­war­nung ein­setzt, kann sehr schmerz­haft wer­den. Außer­dem füh­len sich Män­ner mit einer Pro­sta­ti­tis ins­ge­samt sehr krank. Die wich­tigs­ten Sym­pto­me sind:

  • Schmer­zen beim Was­ser­las­sen: Bren­nen, Ste­chen
  • Schwie­rig­kei­ten beim Was­ser­las­sen: Tröp­feln, ver­zö­ger­ter Beginn
  • Schwa­cher, dün­ner Harn­strahl: Der Grund ist, dass die Pro­sta­ta, wel­che die Harn­röh­re umschließt, ange­schwol­len ist und die Harn­röh­re ein­engt
  • stän­di­ger Harn­drang, weil sich die Harn­bla­se nicht aus­rei­chend ent­leert
  • häu­fi­ge Toi­let­ten­gän­ge, beson­ders nachts
  • Schmer­zen im Bereich der Bla­se, des Damms, Afters, Rückens und der Leis­te
  • Schmer­zen beim Stuhl­gang
  • Blut im Urin oder Sper­ma
  • Schmer­zen am Penis oder an den Hoden
  • Schmer­zen vor und nach einem Samen­er­guss
  • all­ge­mei­nes, schwe­res Krank­heits­ge­fühl
  • grip­pe­ähn­li­che Beschwer­den wie Fie­ber oder Schüt­tel­frost
  • Kom­pli­ka­ti­on: Harn­ver­halt – dies ist ein Not­fall!

Nicht jeder Mann mit aku­ter Pro­sta­ta­ent­zün­dung ent­wi­ckelt alle genann­ten Sym­pto­me und auch nicht in der glei­chen Stär­ke. Die Beschwer­den sind indi­vi­du­ell unter­schied­lich aus­ge­prägt. Suchen Sie jedoch immer Ihren Haus­arzt oder Uro­lo­gen auf, wenn Sie sol­che Sym­pto­me ver­spü­ren. Denn die Pro­sta­ta­ent­zün­dung kann eini­ge unan­ge­neh­me Kom­pli­ka­tio­nen nach sich zie­hen.

Die chro­ni­sche Pro­sta­ti­tis ver­ur­sacht ins­ge­samt weni­ger star­ke Sym­pto­me (meist kein Fie­ber und Schüt­tel­frost). Die wich­tigs­ten sind:

  • Druck­ge­fühl im Bereich des Damms, Unter­bauch und Rücken
  • brau­nes Sper­ma und bräun­lich gefärb­ter Urin auf­grund von bei­gemeng­tem Blut
  • mil­der Harn­drang, häu­fi­ge­res Was­ser­las­sen als sonst üblich, erschwer­te Bla­sen­ent­lee­rung
  • wie­der­keh­ren­de Harn­wegs­in­fek­tio­nen
  • Lust­ver­lust und Erek­ti­ons­stö­run­gen auf­grund der Schmer­zen vor oder nach dem Samen­er­guss

Das chro­ni­schen Becken­schmerz­syn­drom ruft sehr ähn­li­che Sym­pto­me wie die chro­ni­sche Pro­sta­ti­tis her­vor. Bei der asym­pto­ma­ti­schen Pro­sta­ta­ent­zün­dung ver­spü­ren Män­ner – wie der Name schon sagt – kei­ne Beschwer­den.

Diagnose Prostataentzündung – das macht der Arzt

Zunächst befragt Ihr Arzt Sie aus­führ­lich zu Ihrer Kran­ken­ge­schich­te (Ana­mne­se). Fol­gen­de Fra­gen hel­fen ihm, einer Pro­sta­ta­ent­zün­dung und deren Ursa­che auf die Spur zu kom­men:

  • Wel­che Beschwer­den haben Sie genau?
  • Wann sind die Sym­pto­me erst­mals auf­ge­tre­ten?
  • Wie stark sind Ihre Beschwer­den aus­ge­prägt?
  • Sind Krank­hei­ten bei Ihnen bekannt, etwa Dia­be­tes oder Harn­wegs­in­fek­te?
  • Neh­men Sie Medi­ka­men­te ein, zum Bei­spiel Immun­sup­pres­si­va?

Ihre Ant­wor­ten lie­fern dem Arzt schon ers­te Anhalts­punk­te dafür, ob es sich um eine Pro­sta­ta­ent­zün­dung han­deln könn­te. Dann geht es dar­um, die ver­schie­de­nen For­men der Pro­sta­ti­tis von­ein­an­der abzu­gren­zen – denn davon hängt die Behand­lung ab. So spielt es für die The­ra­pie der Pro­sta­ta­ent­zün­dung eine wesent­li­che Rol­le, ob Bak­te­ri­en betei­ligt sind oder nicht. Fol­gen­de Unter­su­chun­gen macht Ihr Arzt:

Tastuntersuchung (digital rektale Untersuchung, DRU)
Der Arzt tas­tet die Pro­sta­ta mit dem Fin­ger über den End­darm ab. So kann er die Grö­ße der Pro­sta­ta bestim­men. Bei einer Pro­sta­ta­ent­zün­dung ist sie ange­schwol­len und somit grö­ßer als nor­ma­ler­wei­se. Außer­dem ist eine ent­zün­de­te Pro­sta­ta sehr schmerz­emp­find­lich, wenn Ihr Arzt vor­sich­tig Druck auf sie aus­übt.
Urinuntersuchung

Ärz­te set­zen die soge­nann­te „Vier­glä­ser­pro­be“ ein, um Bak­te­ri­en (meist E.coli) als Aus­lö­ser der Pro­sta­ta­ent­zün­dung sowie erhöh­ten Leu­ko­zy­ten­wer­ten als Ent­zün­dungs­zei­chen auf­zu­spü­ren. Labor­me­di­zi­ner unter­su­chen bei die­sem Test:

  • den ers­ten Urin (ers­te 10 Mil­li­li­ter der Ent­lee­rung)
  • den Mit­tel­strahl der Ent­lee­rung

Danach erfolgt die Mas­sa­ge der Pro­sta­ta und der Arzt unter­sucht:

  • das Pro­sta­ta­se­kret (Pro­sta­ta­ex­pri­mat)
  • den Urin nach der Mas­sa­ge der Pro­sta­ta
Weitere Untersuchungen
Auch das Eja­ku­lat und eine Blut­un­ter­su­chung kön­nen Hin­wei­se auf mög­li­che Erre­ger und Ent­zün­dun­gen lie­fern. Manch­mal set­zen Ärz­te auch die Ultra­schall­un­ter­su­chung oder die Com­pu­ter­to­mo­gra­fie (CT) als bild­ge­ben­de Ver­fah­ren ein, um die Dia­gno­se Pro­sta­ta­ent­zün­dung zu stel­len.

So lässt sich eine Prostataentzündung behandeln

Die Behand­lung der Pro­sta­ta­ent­zün­dung hängt von der jewei­li­gen Ursa­che ab. Ärz­te müs­sen des­halb zunächst her­aus­fin­den, ob Bak­te­ri­en mit­be­tei­ligt sind. Denn nur in die­sem Fall hel­fen Anti­bio­ti­ka. Bei einem chro­ni­schen Becken­schmerz­syn­drom behan­deln Ärz­te nur die Sym­pto­me und ver­su­chen die­se zu lin­dern. Die asym­pto­ma­ti­sche Pro­sta­ta­ent­zün­dung wird nicht behan­delt. Fol­gen­de The­ra­pi­en gibt es bei Pro­sta­ti­tis:

Antibiotika

Anti­bio­ti­ka sind Medi­ka­men­te, die nur gegen Bak­te­ri­en wirk­sam sind. Es gibt ver­schie­de­ne Arten von Anti­bio­ti­ka für unter­schied­lichs­te Bak­te­ri­en. Wel­ches Arz­nei­mit­tel zum Ein­satz kommt, hängt von der Art der aus­lö­sen­den Bak­te­ri­en ab. Gut wirk­sam bei Pro­sta­ti­tis sind Flu­or­chi­no­lo­ne. Anti­bio­ti­ka gibt es als Tablet­ten, die Sie meist über eini­ge Wochen (zwei bis vier) ein­neh­men müs­sen. Bei schwe­ren bak­te­ri­el­len Infek­tio­nen ver­ab­rei­chen Ärz­te die Anti­bio­ti­ka auch als Infu­si­on.

Auch bei chro­ni­scher bak­te­ri­el­ler Pro­sta­ta­ent­zün­dung hel­fen Flu­or­chi­no­lo­ne (etwa vier Wochen lang). Eine Alter­na­ti­ve bei einer Anti­bio­tika­re­sis­tenz (wenn Flu­or­chi­no­lo­ne nicht wir­ken) ist Cotrim­o­xazol über drei Mona­te.

Blei­ben Bak­te­ri­en zurück, kann die Pro­sta­ta­ent­zün­dung immer wie­der­keh­ren (Rück­fall). Ent­we­der behan­deln Ärz­te dann die ein­zel­nen Epi­so­den der Krank­heit mit Anti­bio­ti­ka oder sie ver­ab­rei­chen die Medi­ka­men­te durch­ge­hend über sechs Mona­te.

Alpha-Rezeptorblocker („Alphablocker“)

Die­se Medi­ka­men­te ent­span­nen die Harn­bla­se und die Bla­sen­mus­ku­la­tur. Alpha­blo­cker lin­dern die Sym­pto­me wie die Schmer­zen beim Was­ser­las­sen und hel­fen gut bei chro­ni­schem Becken­schmerz­syn­drom. Die The­ra­pie erfolgt min­des­tens über sechs Mona­te.

Entzündungshemmende Medikamente

Gegen die Schmer­zen bei einer Pro­sta­ta­ent­zün­dung hel­fen Schmerz­mit­tel. Häu­fig ein­ge­setz­te Medi­ka­men­te sind Arz­nei­en aus der Grup­pe der Nicht­ste­roidea­len Anti­rheu­ma­ti­ka (NSAR, auch NSAID). Sie wir­ken schmerz­lin­dernd und ent­zün­dungs­hem­mend zugleich. Bei­spie­le für Wirk­stof­fe aus die­ser Grup­pe sind Ibu­pro­fen, Ace­tyl­sa­li­cyl­säu­re (ASS) oder Diclo­fe­nac.

Anticholinergika

Bei star­kem Harn­drang und Stö­run­gen beim Was­ser­las­sen sind Anti­cho­liner­gi­ka hilf­reich. Sie lin­dern die Sym­pto­me der Reiz­bla­se und sind ein Stan­dard, wenn Sie eine über­ak­ti­ve Bla­se haben.

Prostataentzündung: Form und Behandlung (c) RKI

Prostataentzündung – diese Komplikationen sind möglich

Die aku­te Pro­sta­ti­tis kann eini­ge Kom­pli­ka­tio­nen nach sich zie­hen, wenn Ärz­te sie nicht aus­rei­chend behan­deln. Am häu­figs­ten kommt ein Abszess der Pro­sta­ta vor. Dabei kap­selt sich die Ent­zün­dung ab und Eiter sam­melt sich an. Ein Arzt muss den Abszess chir­ur­gisch mit einem klei­nen Schnitt eröff­nen, damit der Eiter abfließt und die Ent­zün­dung abklingt. Nicht zu unter­schät­zen ist die Gefahr, dass die Ent­zün­dung auf nahe­lie­gen­de Orga­ne und Struk­tu­ren über­greift, etwa die Hoden oder Neben­ho­den. Bei­de Krank­heits­bil­der der Hoden- und Neben­ho­den­ent­zün­dung kön­nen eben­falls sehr unan­ge­nehm und schmerz­haft sein.

Ärz­te dis­ku­tie­ren noch, ob die Pro­sta­ta­ent­zün­dung womög­lich ein Risi­ko­fak­tor für die gut­ar­ti­ge Pro­sta­ta­ver­grö­ße­rung (benig­ne Pro­sta­ta­hy­per­pla­sie) oder sogar Pro­sta­ta­krebs (Pro­statakar­zi­nom) sein könn­ten. Wis­sen­schaft­lich nach­ge­wie­sen sind die­se Zusam­men­hän­ge jedoch nicht.

Der Rat lau­tet also: Suchen Sie immer zeit­nah Ihren Arzt auf!

Quel­len:

  • Robert Koch-Insti­tut (RKI): Pro­sta­taer­kran­kun­gen, Heft 36, Gesund­heits­be­richt­erstat­tung des Bun­des.
  • Wagen­leh­ner F.M.E et al.: Pro­sta­ti­tis und männ­li­ches Becken­schmerz­syn­drom – Dia­gnos­tik und The­ra­pie, Deut­sches Ärz­te­blatt 2009; 106(11): 175–83; DOI: 10.3238/arztebl.2009.0175
  • Mayo Cli­nic, https://www.mayoclinic.org/diseases-conditions/prostatitis/diagnosis-treatment/drc-20355771
  • Infekt­li­ga, http://www.infektliga.de (Abruf: 17.1.2019)
  • Natio­nal Insti­tu­te of Dia­be­tes and Diges­ti­ve and Kid­ney Disea­ses (NIDDK), www.niddk.nih.gov (Abruf: 17.1.2019)

Datum: 18.1.2018

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