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Pres­se­mit­tei­lung Zusammenfassung

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Pressemitteilung Zusammenfassung als Text

Unser Ziel ist es, die Situa­ti­on von Betrof­fe­nen zu verbessern“

Die „Pro­sta­ta Hil­fe Deutsch­land“ mit Sitz in Würz­burg star­tet mit einem inno­va­ti­ven Rat­ge­ber-Kon­zept im Internet 

Rund 65.000 Män­ner erkran­ken jedes Jahr in Deutsch­land an Pro­sta­ta­krebs. Den­noch sind Män­ner regel­rech­te Früh­erken­nungs-Muf­fel. Aus Scham, aber auch aus Unkennt­nis und Zeit­man­gel machen sie ger­ne einen gro­ßen Bogen um Arzt­pra­xen. Nur jeder Vier­te ab 45 Jah­re geht zur Früh­erken­nung. „Wir möch­ten mit unse­rem neu­en Infor­ma­ti­ons­an­ge­bot unter ande­rem dazu bei­tra­gen, dass sich das ändert“, sagt Dr. Knut Mül­ler, einer der Grün­der und Spre­cher der Pro­sta­ta Hil­fe Deutsch­land. Der gemein­nüt­zi­ge Ver­ein mit Sitz in Würz­burg ist seit kur­zem mit sei­nem Inter­net-Auf­tritt www.prostata-hilfe-deutschland.de online. Die baye­ri­sche Gesund­heits­mi­nis­te­rin Mela­nie Huml hat gemein­sam mit Land­tags­prä­si­den­tin Bar­ba­ra Stamm die Web­site offi­zi­ell freigeschaltet.

Ein wich­ti­ges Ziel des gemein­nüt­zi­gen Ver­eins Pro­sta­ta Hil­fe e.V. ist es, Betrof­fe­nen und ihren Fami­li­en Ori­en­tie­rung zu bie­ten und Hil­fe­stel­lung zu geben. Bei­spiels­wei­se bei der Ent­schei­dungs­fin­dung für oder gegen eine Behand­lung. Mül­ler: „Wir möch­ten Tabus besei­ti­gen. Und wir wol­len Rat­su­chen­den zur Sei­te ste­hen bei ihren zahl­rei­chen Fra­gen rund um ihren Kör­per, ihre Psy­che und ihre sozia­le Situa­ti­on.“ Denn aus Erfah­rung wis­se man, dass die Dia­gno­se einer Pro­sta­taer­kran­kung oder allein schon der Ver­dacht vie­le Män­ner psy­chisch und emo­tio­nal über­for­de­re. „Unser Ziel ist es, die Situa­ti­on von Betrof­fe­nen zu verbessern.“

Die Initia­to­ren des Rat­ge­ber-Ange­bots Pro­sta­ta Hil­fe Deutsch­land sind Män­ner in den Fünf­zi­gern. Sie waren selbst Betrof­fe­ne einer Pro­sta­ta­krebs-Dia­gno­se (Dr. Knut Mül­ler und Micha­el Rein­hard) oder sind seit Jahr­zehn­ten in der Uro­lo­gie tätig (Chef­arzt Dr. Frank Schie­fel­bein). Aus Erfah­rung wis­sen sie, dass Män­ner sich häu­fig scheu­en oder nicht über das Wis­sen ver­fü­gen, sich früh­zei­tig und aus­rei­chend zu infor­mie­ren – ob über Mög­lich­kei­ten der Früh­erken­nung, alter­na­ti­ve Dia­gno­se­tech­ni­ken, Kli­nik- und Arzt­aus­wahl oder Behandlungsmöglichkeiten.

Ziel­grup­pe des Ange­bots sind aber nicht nur Pati­en­ten, son­dern auch deren Ange­hö­ri­ge und Freun­de. Denn das Grün­der-Trio ist der Über­zeu­gung, dass gut infor­mier­te Men­schen aus dem nahen Umfeld des Pati­en­ten ihm bei der Bewäl­ti­gung sei­ner Krank­heit bes­ser hel­fen kön­nen. „Unser Stre­ben ist es, medi­zi­nisch kor­rek­te Inhal­te in ver­ständ­li­cher Spra­che zu trans­por­tie­ren und so hoch­qua­li­ta­ti­ve und aktu­el­le Infor­ma­tio­nen bereit­zu­stel­len“, beschreibt Dr. Schie­fel­bein eines der Zie­le. Man wol­le damit aber nicht das Gespräch mit dem Arzt und des­sen Bera­tung erset­zen, son­dern im Gegen­teil das Ver­trau­ens­ver­hält­nis zwi­schen dem Pati­en­ten und sei­nem Arzt fördern.

Das Beson­de­re am Kon­zept der Pro­sta­ta Hil­fe Deutsch­land ist die Aus­rich­tung der Inhal­te am Pati­en­ten und sei­ner Erfah­rungs­kur­ve. Die­se rei­che von der Früh­erken­nung bis zum Leben mit Krebs. Somit kön­ne eine größt­mög­li­che Pati­en­ten­nä­he garan­tiert wer­den. Rein­hard: „Unser inhalt­li­ches Kon­zept ruht auf drei Säu­len: Neben allen wich­ti­gen Infor­ma­tio­nen zum The­ma Pro­sta­ta-Erkran­kun­gen bie­ten wir in Video-Clips Gesprä­che mit Exper­ten und Betrof­fe­nen.“ Außer­dem infor­mie­re ein eigens pro­gram­mier­ter News­feed immer aktu­ell über Neu­ig­kei­ten zum The­ma Pro­sta­ta­krebs. „Alle unse­re Infor­ma­tio­nen zum The­ma Pro­sta­ta-Erkran­kun­gen“, so Rein­hard, „wer­den von einem Ärz­te­team fach­lich geprüft“.

Gro­ßen Wert legen die Macher der Pro­sta­ta Hil­fe Deutsch­land dar­auf, ihre Inhal­te mit Hil­fe neu­es­ter Tech­no­lo­gie zur Ver­fü­gung zu stel­len. Neben der Web­site soll es dem­nächst eine App mit inno­va­ti­ven Funk­tio­nen geben. „Dabei wol­len wir sowohl die Mög­lich­keit schaf­fen, dass der Pati­ent per Webi­nar direkt mit dem Arzt kom­mu­ni­zie­ren kann als auch mit künst­li­cher Intel­li­genz einen Chat-Bot inte­grie­ren“, erläu­tert Dr. Frank Schie­fel­bein. Die­sem kön­ne man jeder­zeit Fra­gen stel­len und erhal­te auto­ma­ti­siert infor­ma­ti­ve und indi­vi­du­el­le Ant­wor­ten. Dr. Schie­fel­bein: „Dadurch ist es mög­lich, sich rund um die Uhr von jedem Ort aus not­wen­di­ge Infor­ma­tio­nen zu besor­gen, ohne lan­ge in Tex­ten oder ande­ren Quel­len suchen zu müssen.“

Und wer finan­ziert das alles? Ziel ist es nach den Wor­ten von Dr. Mül­ler, die ent­ste­hen­den Kos­ten mit­hil­fe finan­zi­el­ler Unter­stüt­zung durch Spen­der, Spon­so­ren und För­der­ein­rich­tun­gen zu decken. „Alle unse­re wirt­schaft­li­chen Maß­nah­men stel­len aber ganz klar dar­auf ab, unse­re Infor­ma­ti­ons­an­ge­bo­te unbe­ein­flusst von den Inter­es­sen Drit­ter zur Ver­fü­gung zu stel­len“, legt der Mit-Grün­der größ­ten Wert auf die Unab­hän­gig­keit des Ange­bots. „Wir freu­en uns des­halb ganz beson­ders über För­de­rer, die mit ihrer finan­zi­el­len Unter­stüt­zung hel­fen, auch die Unab­hän­gig­keit unse­res Arbei­tens für alle Rat­su­chen­den zu gewährleisten.“

Bei Rück­fra­gen:
Dr. Knut Müller
E-Mail: knut.mueller@prostata-hilfe-deutschland.de

Unse­re Kon­to­da­ten sind:
Kon­to­in­ha­ber: Pro­sta­ta Hil­fe e.V
Kon­to­in­sti­tut: Spar­kas­se Mainfranken
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Pres­se­mit­tei­lung Unse­re Mission

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Pressemitteilung Unsere Mission als Text

Drei Män­ner, ein Ziel: Wir möch­ten Betrof­fe­nen Ori­en­tie­rung bie­ten und Hil­fe­stel­lung geben

Die Grün­der der „Pro­sta­ta Hil­fe Deutsch­land“ über ihre Beweg­grün­de, für Män­ner mit Pro­sta­taer­kran­kun­gen ein neu­ar­ti­ges Infor­ma­ti­ons­an­ge­bot zu entwickeln

Etwa die Hälf­te der Män­ner über 60 Jah­re und 90 Pro­zent aller Män­ner über 70 Jah­re weist eine gut­ar­ti­ge Ver­grö­ße­rung der Pro­sta­ta auf, die mehr oder weni­ger ein­schrän­ken­de Lebens­be­din­gun­gen zur Fol­ge haben kann. Bei etwa 65.000 Män­nern wird jähr­lich Pro­sta­ta-Krebs dia­gnos­ti­ziert. Pro­sta­ta-Erkran­kun­gen sind neben Darm- und Lun­gen­lei­den die häu­figs­te Todes­ur­sa­che von Män­nern in Deutsch­land. Trotz­dem geht nur jeder fünf­te Mann ab 45 Jah­ren zur Früh­erken­nung – rund 3,5 Millionen.

Die Initia­to­ren des Rat­ge­ber-Ange­bots „Pro­sta­ta Hil­fe Deutsch­land“ sind Män­ner in den Fünf­zi­gern. Sie waren selbst Betrof­fe­ne einer Krebs-Dia­gno­se (Dr. Knut Mül­ler und Micha­el Rein­hard) oder sind seit Jahr­zehn­ten in der Uro­lo­gie tätig (Chef­arzt Dr. Frank Schie­fel­bein). Aus Erfah­rung wis­sen sie, dass Män­ner sich häu­fig scheu­en oder nicht über das Wis­sen ver­fü­gen, sich früh­zei­tig und aus­rei­chend zu infor­mie­ren – ob über Mög­lich­kei­ten der Früh­erken­nung, alter­na­ti­ve Dia­gno­se­tech­ni­ken, Kli­nik- und Arzt­aus­wahl oder Behand­lungs­mög­lich­kei­ten. „Die Dia­gno­se einer Pro­sta­ta-Erkran­kung oder allein der Ver­dacht über­for­dert zudem vie­le von ihnen psy­chisch und emotional.“

Micha­el Rein­hard: Ich erin­ne­re mich noch sehr gut an jenen Janu­ar­tag 2013, der mein Leben veränderte

Die übli­che jähr­li­che Früh­erken­nungs­un­ter­su­chung bei mei­nem Haus­arzt bringt das erhoff­te Ergeb­nis: Alles im grü­nen Bereich. Wie jedes Jahr. Ledig­lich die Blut­ergen­bis­se feh­len noch. Form­sa­che! Ich kön­ne sie mir am nächs­ten Tag abho­len. Zufrie­den und erleich­tert ver­las­se ich die Pra­xis. Am Abend dann der Anruf, der mein Leben ver­än­dern soll­te. Eine Arzt­hel­fe­rin ist am ande­ren Ende der Lei­tung. Ihr Chef wol­le mich spre­chen. Die Blut­ergeb­nis­se sei­en soweit in Ord­nung, sagt mir der Doc mit selt­sam brü­chi­ger Stim­me. Ledig­lich mit dem PSA-Wert stim­me etwas nicht. Die­ser sei extrem hoch. Im zwei­stel­li­gen Bereich. Ich sol­le mor­gen noch ein­mal zu ihm in die Sprech­stun­de kommen.

Am nächs­ten Tag nimmt er mir erneut Blut ab. Die Tast­un­ter­su­chung der Pro­sta­ta ist nach wie vor unauf­fäl­lig. Ich sol­le mir erst mal kei­ne Sor­gen machen. Der hohe PSA-Wert kön­ne ver­schie­de­ne Ursa­chen haben. Zur Sicher­heit sol­le ich mich aber umge­hend von einem Uro­lo­gen unter­su­chen las­sen. Noch immer bin ich recht ent­spannt. Schließ­lich fah­re ich viel Fahr­rad. Auch lan­ge Stre­cken. Das kann, wie ich gele­sen habe, den PSA-Wert nega­tiv beein­flus­sen. Auch eine eher harm­lo­se Pro­sta­ti­tis, eine Ent­zün­dung der Vor­ste­her­drü­se, könn­te als Ursa­che in Fra­ge kommen.

Erst als der Fach­arzt nach einer trans­rek­ta­len Ultra­schall-Unter­su­chung mir mit skep­ti­scher Mie­ne eröff­net, dass auf dem Bild ver­däch­ti­ge Her­de zu sehen sei­en, wird mir mul­mig. „Was schlie­ßen Sie dar­aus?“, fra­ge ich ihn direkt. „Es deu­tet vie­les auf ein Pro­statakar­zi­nom hin“, sagt er – und rät drin­gend zu einer Biop­sie. „Mög­lichst rasch.“

Jetzt erst rea­li­sie­re ich lang­sam, dass ich offen­sicht­lich ein ernst­haf­tes gesund­heit­li­ches Pro­blem habe. Doch von Panik ist über­ra­schend kei­ne Spur. Im Gegen­teil: Mei­ne jour­na­lis­ti­schen Instink­te über­la­gern vor­erst die Sor­ge, mög­li­cher­wei­se an Krebs erkrankt zu sein. Ich tue das, was für mich als Jour­na­list so selbst­ver­ständ­lich zum All­tag gehört wie Rasie­ren und Zäh­ne­put­zen: recher­chie­ren. Stun­den­lang sit­ze ich vor dem Com­pu­ter und goog­le. Doch selbst für einen Recher­che-Pro­fi wie mich ist es bei rund 1.000.000 Sei­ten zum The­ma Pro­sta­ta­krebs nahe­zu unmög­lich, eine begeh­ba­re Schnei­se in die­sen Infor­ma­ti­ons­dschun­gel zu schla­gen. Je tie­fer ich in das The­ma vor­drin­ge, auf des­to mehr Wider­sprü­che sto­ße ich. Mei­ne Unsi­cher­heit steigt in glei­chem Maße. Ich habe den Ein­druck, in einem Meer von sich wider­spre­chen­den Infor­ma­tio­nen förm­lich zu ertrinken.

Wäre das Leben ein Wunsch­kon­zert, dann wür­de ich mir auf der Stel­le wün­schen, dass es ein digi­ta­les Ange­bot gibt, wel­ches mir mei­ne drän­gen­den Fra­gen seri­ös, kom­pe­tent, zuver­läs­sig und ver­ständ­lich beant­wor­tet; ein Ange­bot, wel­ches nicht durch sei­ne umständ­li­che und oft fach­chi­ne­sisch daher­kom­men­de Spra­che Distanz zum Nut­zer auf­baut; ein Ange­bot, wel­ches mit ein­fühl­sa­mer, prä­gnan­ter Anspra­che Betrof­fe­ne in ihrer schwie­ri­gen Situa­ti­on unter­stützt; ein Ange­bot, wel­ches auch den unmit­tel­ba­ren Dia­log unter Betrof­fe­nen und mit Exper­ten ermög­licht; ein Ange­bot, wel­ches ohne Tabus The­men auf­be­rei­tet; ein Ange­bot wel­ches den Anspruch erfüllt, ohne Inter­net-Odys­see alle wesent­li­chen Infor­ma­tio­nen aus einer Hand zu bekommen.

An die­sem kal­ten Win­ter­abend habe ich mir vor mei­nem Lap­top geschwo­ren: Egal, was das Schick­sal mit mir vor hat – ich wer­de auf jeden Fall ver­su­chen, einen Bei­trag dazu zu leis­ten, solch ein Ange­bot rund um Pro­sta­ta-Erkran­kun­gen ins Leben zu rufen.“

Dr. Knut Mül­ler: Ich emp­fand das Erleb­te auch als Glück im Unglück

Ich erin­ne­re mich noch gut und detail­liert an die drei Mona­te im Jahr 2016, weil sie in vie­ler­lei Hin­sicht prä­gend für mei­ne Zukunft waren und mir zahl­rei­che neue Erfah­run­gen gebracht haben. Natür­lich sind da die ganz per­sön­li­chen Erleb­nis­se rund um mei­nen Kör­per. Seit mei­nem vier­zigs­ten Lebens­jahr gehe ich regel­mä­ßig alle zwei Jah­re zur „Haupt­un­ter­su­chung“ und nick­te auch die­ses Mal im Juli 2015 rou­ti­niert die Fra­ge des Haus­arz­tes ab, ob wir wie­der den PSA für „ein paar Euro extra machen las­sen“. Dem Ver­dacht – nach einem leicht über der Norm lie­gen­den PSA -, dass da etwas sein könn­te, folg­ten zunächst eini­ge wei­te­re Unter­su­chun­gen beim Uro­lo­gen und die Dia­gno­se, dass der Tast­be­fund auf eine ernst­haf­te­re Erkran­kung hin­deu­ten könnte.

Schon bei der dar­aus resul­tie­ren­den Emp­feh­lung, eine Biop­sie durch­füh­ren zu las­sen, beschlich mich das Gefühl, nun­mehr Teil eines Rou­ti­ne­pro­zes­ses zu sein, der nur wenig an mei­nen indi­vi­du­el­len Bedürf­nis­sen aus­ge­rich­tet ist. Dazu fühl­te ich mich kei­nes­falls krank und emp­fand es trotz Medi­en­er­fah­rung als durch­aus müh­se­lig, an die mich inter­es­sie­ren­den Infor­ma­tio­nen zu gelangen.

Wäh­rend mein Kör­per­ge­fühl mir eher Gesund­heit signa­li­sier­te, sag­te mir mein Ver­stand das Gegen­teil. Das ers­te Mal im Leben spür­te ich so etwas wie eine Rat­lo­sig­keit und Zwei­fel am wei­te­ren Leben. Spä­tes­tens jetzt wünsch­te ich mir einen Rat­ge­ber an die Hand. Einen, der sich mei­ner annimmt, der sich aus­kennt, die Band­brei­te des „The­mas“ ver­steht und Schritt für Schritt beglei­tend immer zur Ver­fü­gung steht.

Zu mei­nem Glück gab es da noch mei­nen Freund Micha­el, der die noch vor mir lie­gen­den Erfah­run­gen (lei­der) schon selbst durch­lebt hat­te und so ein wert­vol­ler Zuhö­rer und Rat­ge­ber wur­de. Er bestä­tig­te mich auch in dem Ent­schluss, nicht die vor­ge­schla­ge­ne Biop­sie, son­dern eine trans­rek­ta­le Fusi­ons­bi­op­sie in der Kli­nik durch­füh­ren zu las­sen. Für mei­ne Stim­mungs­la­ge sehr hilf­reich erwies sich dabei, dass mir der hin­zu­ge­zo­ge­ne, erfah­re­ne Kli­ni­kuro­lo­ge vor allem eines riet: Gelas­sen blei­ben und alle Ent­schei­dun­gen in Ruhe tref­fen. In der Regel ist eine Pro­sta­ta-Erkran­kung nicht unmit­tel­bar lebens­be­dro­hend. Ein wert­vol­ler Rat.

Im Rück­blick auf den gesam­ten Ablauf hat­te ich bereits im Kli­nik­bett nach der OP das Gefühl, dass ich trotz der nie erwar­te­ten Krebs-Dia­gno­se viel Gutes durch Freund­schaf­ten, den Ope­ra­ti­ons­ab­lauf selbst und die gesam­te Beglei­tung in der Kli­nik erfah­ren hat­te. Ich emp­fand das Erleb­te aber auch als „Glück im Unglück“ und mich bei mei­nen Ent­schei­dun­gen irgend­wie noch immer als halb-infor­miert. Aus Gesprä­chen mit ande­ren Män­nern wuss­te ich, dass die Erfah­run­gen rund um Pro­sta­ta-Erkran­kun­gen – oder nur dem Ver­dacht dar­auf – sehr, sehr unter­schied­lich waren. Eben­so besteht viel Unsi­cher­heit hin­sicht­lich der eige­nen Mit­wir­kung, zum Bei­spiel bei der Behand­lung einer mög­li­chen Inkon­ti­nenz oder der Sexua­li­tät nach der OP.

Seit­dem treibt mich die Fra­ge um, wie es gelin­gen kann, mög­lichst allen Män­nern eine Infor­ma­ti­ons-Platt­form zu schaf­fen, damit sie umfas­send infor­miert eige­ne Ent­schei­dun­gen tref­fen kön­nen, die gut für sie, ihre Part­ner­schaft und ihr Ver­hält­nis zu den Ärz­ten sind. Ein moder­nes, für jeden über­all leicht ver­füg­ba­res Ange­bot also, das mehr Nähe und Beglei­tung bei den ver­schie­de­nen Schrit­ten für Mann und sei­ne Part­ner­schaft bringt – kurz­um: mehr Wohl­füh­len und gute Ergeb­nis­se für vie­le. Gemäß dem Mot­to “am Han­deln sollt ihr ihr Wol­len erken­nen“, beschloss ich, mich spä­tes­tens nach Ver­las­sen des Kran­ken­betts auf die Suche zu bege­ben, um mich mit Gleich­ge­sinn­ten an die Umset­zung die­ser Idee zu machen.

Dr. Frank Schie­fel­bein: Ziel bleibt es, die Erkran­kung recht­zei­tig zu ent­de­cken und zu heilen

Aus der Per­spek­ti­ve des ope­ra­tiv und kon­ser­va­tiv täti­gen Uro­lo­gen bleibt das Pro­sta­ta-Kar­zi­nom eine stän­di­ge Her­aus­for­de­rung, die Dia­gnos­tik und The­ra­pie die­ses häu­figs­ten bös­ar­ti­gen Tumors des Man­nes in der Qua­li­tät der Pati­en­ten­ver­sor­gung zu optimieren.

Im Rück­blick auf eine über 25-jäh­ri­ge Berufs­er­fah­rung ist die Behand­lung des Pro­sta­ta-Kar­zi­noms ein wesent­li­cher Schwer­punkt der täg­li­chen Arbeit. Mehr als 1000 Pati­en­ten mit einem Pro­sta­ta-Kar­zi­nom wer­den jähr­lich in unse­rer Kli­nik ope­ra­tiv, strah­len­the­ra­peu­tisch oder medi­ka­men­tös sta­tio­när oder ambu­lant behan­delt. Die Ent­wick­lun­gen des medi­zi­ni­schen Fort­schritts waren enorm: Ver­bes­ser­te Labor­dia­gnos­tik mit der Ein­füh­rung des PSA-Wer­tes und des PCA-3-Tests, der hoch­auf­lö­sen­de Ultra­schall über den End­darm, die Ent­wick­lung der Kern­spin­to­mo­gra­phie (MRT) mit geziel­ter, mit dem Ultra­schall fusio­nier­ter Biop­sie­mög­lich­keit kön­nen Tumo­re sichern und in einem frü­hen Erkran­kungs­sta­di­um entdecken.

Die Wei­ter­ent­wick­lung der ope­ra­ti­ven Fer­tig­kei­ten mach­te eine, den ana­to­mi­schen Grenz­li­ni­en fol­gen­de, kon­ti­nenz- und potenz­er­hal­ten­de ope­ra­ti­ve Ver­sor­gung mög­lich. Ein wesent­li­cher Schritt war hier die Ein­füh­rung mini­mal-inva­si­ver, laparo­s­ko­pi­scher (Schlüs­sel­loch­tech­nik) Ope­ra­tio­nen und ins­be­son­de­re der robo­ti­schen DaVin­ci-Tech­nik. Mit ihr kann der erfah­re­ne Ope­ra­teur eine hohe Qua­li­tät der Ver­sor­gung für den Pati­en­ten sicher­stel­len. Gerin­ger Blut­ver­lust, kur­zer sta­tio­nä­rer Auf­ent­halt, rasche Wie­der­erlan­gung der Kon­ti­nenz und gege­be­nen­falls Potenz ste­hen nun­mehr für den Pati­en­ten im Vor­der­grund. An unse­rer Kli­nik ver­sor­gen wir etwa 500 Pati­en­ten jähr­lich mit der radi­ka­len Pro­sta­tek­to­mie, hier­von 70 Pro­zent mit dem DaVinci.

Aber auch die Strah­len­the­ra­pie hat sich ver­bes­sert. Das geziel­te Ein­brin­gen von strah­len­dem Mate­ri­al in die Pro­sta­ta (Brachythe­ra­pie) war ein weit­rei­chen­der Fort­schritt. Und in der Behand­lung des fort­ge­schrit­te­nen Pro­sta­ta-Kar­zi­noms, das bereits Toch­ter­ge­schwüls­te (Meta­sta­sen) auf­weist, kön­nen neue Medi­ka­men­te die Lebens­qua­li­tät ver­bes­sern und das Leben um Jah­re verlängern.

Die Bio­lo­gie des Pro­sta­ta-Kar­zi­noms ist jedoch unein­heit­lich und weist sehr gro­ße Unter­schie­de in der Aggres­si­vi­tät des Tumors auf. Mit zuneh­men­dem Lebens­al­ter nimmt auch die Erkran­kungs­wahr­schein­lich­keit zu, jedoch häu­fig die Aggres­si­vi­tät des Tumors ab. Vor dem Hin­ter­grund einer älter wer­den­den Gesell­schaft ist die­ser Umstand eine enor­me Her­aus­for­de­rung: Auf der einen Sei­te gilt es, den Tumor recht­zei­tig zu ent­de­cken, aber auch das indi­vi­du­el­le Risi­ko für den Erkran­kungs­ver­lauf abzu­schät­zen, um eine Über­dia­gnos­tik und Über­the­ra­pie zu vermeiden.

Die Ein­füh­rung der „akti­ven Über­wa­chung“ des Pati­en­ten, alter­na­tiv zur Ope­ra­ti­on oder Bestrah­lung, hat dazu geführt, dass die Ope­ra­tio­nen um etwa 30 Pro­zent zurück­ge­gan­gen sind. Die Wach­sam­keit und Sorg­falt des behan­deln­den Uro­lo­gen sind gefragt, um recht­zei­tig zu erken­nen, wann ein Tumor sei­ne Aggres­si­vi­tät ändert, um den Pati­en­ten im the­ra­peu­ti­schen Zeit­fens­ter recht­zei­tig ope­ra­tiv oder strah­len­the­ra­peu­tisch zu ver­sor­gen. Der Tumor­spe­zia­list muss mit einem mög­lichst gut auf­ge­klär­ten Pati­en­ten gemein­sam – ent­spre­chend der indi­vi­du­el­len Risi­ko­struk­tur – Dia­gnos­tik und The­ra­pie fest­le­gen. Eine umfas­sen­de Infor­ma­ti­on des Pati­en­ten ist eine wesent­li­che Vor­aus­set­zung – dazu soll das Rat­ge­ber-Ange­bot der Pro­sta­ta Hil­fe Deutsch­land beitragen.

Für die Zukunft wer­den ver­bes­ser­te Labor­leis­tun­gen in Ergän­zung des PSA-Wer­tes sowie eine Unter­su­chung des indi­vi­du­el­len Erb­gu­tes des Pati­en­ten das Tumor­ver­hal­ten bes­ser erfas­sen kön­nen. Der Nach­weis von im Blut zir­ku­lie­ren­den Tumor­zel­len wird die Pro­sta­ta-Stanz­bi­op­sie ergän­zen oder gar erset­zen. Wir wer­den viel mehr „Bau­stei­ne“ als PSA, MRT, Glea­son-Score oder Tast­be­fund zur Ver­fü­gung haben und zu einem Mosa­ik zusam­men­fü­gen kön­nen. Hier­bei wer­den uns Com­pu­ter­pro­gram­me in Zukunft unter­stüt­zen und eine auf den ein­zel­nen Pati­en­ten indi­vi­du­ell zuge­schnit­te­ne The­ra­pie ermög­li­chen. Die Ent­wick­lung einer wei­ter­rei­chen­den medi­ka­men­tö­sen The­ra­pie wird die Lebens­qua­li­tät und die Lebens­zeit der Pati­en­ten auch im fort­ge­schrit­te­nen Tumor­sta­di­um verbessern.

Ziel bleibt, die Erkran­kung recht­zei­tig zu ent­de­cken und zu heilen.

Bei Rück­fra­gen:
Dr. Knut Müller
E-Mail: knut.mueller@prostata-hilfe-deutschland.de

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Pres­se­mit­tei­lung Inter­view mit den Gründern

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Pressemitteilung Interview mit den Gründern als Text

Wir wol­len Rat­su­chen­den in ihrer schwie­ri­gen Situa­ti­on zur Sei­te stehen“

 Die „Pro­sta­ta Hil­fe Deutsch­land“ mit Sitz in Würz­burg star­tet mit einem inno­va­ti­ven Kon­zept im Inter­net – ein Gespräch mit den drei Grün­dern Dr. Knut Mül­ler, Dr. Frank Schie­fel­bein und Micha­el Reinhard

Män­ner sind regel­rech­te Früh­erken­nungs-Muf­fel. Aus Scham, aber auch aus Unkennt­nis und Zeit­man­gel machen sie ger­ne einen gro­ßen Bogen um Arzt­pra­xen. Nur jeder Vier­te ab 45 Jah­ren geht zur Früh­erken­nung. Und das, obwohl 65 000 Män­ner jedes Jahr in Deutsch­land an Pro­sta­ta­krebs erkran­ken. Die meis­ten lei­den dar­über hin­aus irgend­wann an einer Pro­sta­ta­ver­grö­ße­rung. „Wir möch­ten mit unse­rem neu­en Infor­ma­ti­ons­an­ge­bot unter ande­rem dazu bei­tra­gen, dass sich das ändert“, sagt Knut Mül­ler, einer der Grün­der der Pro­sta­ta Hil­fe Deutsch­land. Der gemein­nüt­zi­ge Ver­ein mit Sitz in Würz­burg ist seit kur­zem mit sei­nem Inter­net-Auf­tritt www.prostata-hilfe-deutschland.de online. Die baye­ri­sche Gesund­heits­mi­nis­te­rin Mela­nie Huml hat gemein­sam mit Land­tags­prä­si­den­tin Bar­ba­ra Stamm die Web­site offi­zi­ell frei­ge­schal­tet. Ein Gespräch mit den drei Würz­bur­ger Initia­to­ren Dr. Knut Mül­ler, Dr. Frank Schie­fel­bein und Micha­el Rein­hard über ihr Projekt.

Fra­ge: Wie kam es zu der Idee, die Pro­sta­ta Hil­fe Deutsch­land zu gründen?

Dr. Mül­ler: Micha­el Rein­hard und ich sind bei­de Betrof­fe­ne. Und wir haben ähn­li­che Erfah­run­gen gemacht. Nach der Dia­gno­se Pro­sta­ta­krebs haben wir natür­lich erst mal geg­oogelt. Doch selbst für einen Medi­en­pro­fi ist es bei über einer Mil­li­on Sei­ten zu die­sem The­ma nahe­zu unmög­lich, eine begeh­ba­re Schnei­se in die­sen Infor­ma­ti­ons­dschun­gel zu schlagen.

Von die­sem Tag an hat mich die Fra­ge umge­trie­ben, wie man das ändern kann. Nach dem Ver­las­sen des Kran­ken­betts habe ich beschlos­sen, mich mit Micha­el Rein­hard gemein­sam auf die Suche nach Gleich­ge­sinn­ten zu bege­ben, um mit ihnen gemein­sam eine Platt­form zu schaf­fen, die den Anspruch erfüllt, ohne Inter­net-Odys­see alle wesent­li­chen Infor­ma­tio­nen aus einer Hand zu bekommen.

Fra­ge: Was ist ihr Hauptziel?

Rein­hard: Wir möch­ten vor allem Ori­en­tie­rung bie­ten und Hil­fe­stel­lung geben. Bei­spiels­wei­se bei der Ent­schei­dungs­fin­dung für oder gegen eine Behand­lung. Wir möch­ten Tabus besei­ti­gen. Und wir wol­len den Rat­su­chen­den zur Sei­te ste­hen bei ihren zahl­rei­chen Fra­gen rund um ihren Kör­per, ihre Psy­che und ihre sozia­le Situa­ti­on. Denn wir wis­sen, dass die Dia­gno­se einer Pro­sta­taer­kran­kung oder allein schon der Ver­dacht vie­le Män­ner psy­chisch und emo­tio­nal über­for­dert. Unser Ziel ist es, die Situa­ti­on von Betrof­fe­nen zu verbessern.

Fra­ge: Wer ist ihre Zielgruppe?

Dr. Schie­fel­bein: Neben dem Pati­en­ten spre­chen wir mit unse­ren Infor­ma­tio­nen auch sei­ne Ange­hö­ri­gen und Freun­de an. Wir sind der Über­zeu­gung, dass gut infor­mier­te Men­schen aus dem nahen Umfeld des Pati­en­ten ihm beim der Bewäl­ti­gung sei­ner Krank­heit bes­ser hel­fen kön­nen. Unser Stre­ben ist es, medi­zi­nisch kor­rek­te Inhal­te in ver­ständ­li­cher Spra­che zu trans­por­tie­ren und so hoch­qua­li­ta­ti­ve und aktu­el­le Infor­ma­tio­nen bereit­zu­stel­len. Wir erset­zen aber nicht das Gespräch mit dem Arzt und sei­ne Bera­tung, son­dern wol­len im Gegen­teil das Ver­trau­ens­ver­hält­nis zwi­schen dem Pati­en­ten und sei­nem Arzt fördern.

Rein­hard: Außer­dem rich­ten wir uns mit unse­ren Inhal­ten natür­lich auch an behan­deln­de Haus­ärz­te. Denn sie sind für vie­le Erkrank­te der ers­te Kontakt.

Fra­ge: Was genau bie­ten Sie den Nutzern?

Dr. Mül­ler: Wir rich­ten unse­re Inhal­te am Pati­en­ten und sei­ner Erfah­rungs­kur­ve aus. Die­se reicht von der Früh­erken­nung bis zum Leben mit Krebs. Somit garan­tie­ren wir eine größt­mög­li­che Pati­en­ten­nä­he. Unser inhalt­li­ches Kon­zept ruht auf drei Säu­len: Neben allen wich­ti­gen Infor­ma­tio­nen zum The­ma Pro­sta­ta-Erkran­kun­gen bie­ten wir in Video-Clips Gesprä­che mit Exper­ten und Betrof­fe­nen. Dazu gehö­ren auch Video-Bei­trä­ge von Dr. Schie­fel­bein und sei­nem Medi­zi­ner­team. Schließ­lich bie­ten wir in unse­rem News­feed Aktu­el­les rund um das The­ma Pro­sta­ta­krebs, kura­tiert aus seriö­sen Inter­net-Quel­len. Dies garan­tiert eine hohe Aktua­li­tät des Ange­bots. Alle unse­re Infor­ma­tio­nen zum The­ma Pro­sta­ta-Erkran­kun­gen wer­den von einem Ärz­te­team fach­lich geprüft.

Rein­hard: Wich­tig ist uns, die Inhal­te zum The­ma „Pro­sta­ta“ mit neu­es­ter Tech­no­lo­gie zur Ver­fü­gung zu stel­len. Den Start haben wir zunächst mit der Web­site gemacht. Die­se wer­den wir Zug um Zug wei­ter­ent­wi­ckeln und aus­bau­en. Dane­ben kon­zi­pie­ren wir eine App mit inno­va­ti­ven Funk­tio­nen. Dabei wol­len wir sowohl die Mög­lich­keit schaf­fen, dass der Pati­ent per Webi­nar direkt mit dem Arzt kom­mu­ni­zie­ren kann, als auch einen Chat-Bot mit künst­li­cher Intel­li­genz inte­grie­ren. Die­sem kann man jeder­zeit Fra­gen stel­len und erhält auto­ma­tisch infor­ma­ti­ve und indi­vi­du­el­le Ant­wor­ten. Dadurch ist es mög­lich, sich rund um die Uhr von jedem Ort aus not­wen­di­ge Infor­ma­tio­nen zu besor­gen, ohne lan­ge in Tex­ten oder ande­ren Quel­len suchen zu müssen.

Dr. Schie­fel­bein: Mit Hil­fe von Webi­na­ren kön­nen Pati­en­ten wäh­rend eines Live-Vor­trags außer­dem direkt Fra­gen per Text­nach­richt an einen refe­rie­ren­den Arzt stel­len und so unmit­tel­bar eine fach­li­che Aus­kunft bekommen.

Fra­ge: Das alles kos­tet Geld. Wie finan­zie­ren Sie sich?

Dr. Mül­ler: Rich­tig. Auch noch so gro­ßes ehren­amt­li­ches Enga­ge­ment reicht nicht, um alle Dienst­leis­tun­gen und sons­ti­gen Arbei­ten selbst zu erbrin­gen, die für unser Ange­bot erfor­der­lich sind. Ziel ist es, die ent­ste­hen­den Kos­ten mit­hil­fe finan­zi­el­ler Unter­stüt­zung durch Spen­der, Spon­so­ren und För­der­ein­rich­tun­gen zu decken. Alle unse­re wirt­schaft­li­chen Maß­nah­men stel­len aber ganz klar dar­auf ab, unse­re Infor­ma­ti­ons­an­ge­bo­te unbe­ein­flusst von den Inter­es­sen Drit­ter zur Ver­fü­gung zu stel­len. Wir freu­en uns des­halb ganz beson­ders über För­de­rer, die mit ihrer finan­zi­el­len Unter­stüt­zung hel­fen, auch die Unab­hän­gig­keit unse­res Arbei­tens für alle Rat­su­chen­den zu gewährleisten.

Fra­ge: Haben Sie eine medi­zi­ni­sche Visi­on, die Sie mit dem Pro­jekt verfolgen?

Dr. Schie­fel­bein: Wir wol­len mit dem Ange­bot der Pro­sta­ta Hil­fe Deutsch­land vor allem die Betrof­fe­nen und ihre Ange­hö­ri­gen opti­mal mit allen erfor­der­li­chen Infor­ma­tio­nen rund um Pro­sta­ta-Erkran­kun­gen ver­sor­gen. Das ist uns allen ein gro­ßes Anlie­gen. Dafür nut­zen wir moderns­te Tech­no­lo­gie. Per­sön­lich erwar­te ich für die Zukunft eine Ent­wick­lung in Rich­tung einer per­so­na­li­sier­ten Medi­zin, in der eine für den Pati­en­ten opti­mier­te, indi­vi­du­ell sei­nem Erkran­kungs­ri­si­ko ent­spre­chen­de Dia­gnos­tik und The­ra­pie ange­bo­ten wird. Für die Pro­sta­ta Hil­fe Deutsch­land bedeu­tet die­se Visi­on, dass auch wir uns wei­ter­ent­wi­ckeln, um beim Ein­tre­ten die­ser Ent­wick­lung den Betrof­fe­nen durch die sie betreu­en­den Ärz­te eine Ent­schei­dungs­fin­dung für wei­te­re dia­gnos­ti­sche und the­ra­peu­ti­sche Schrit­te zu erleichtern.

Bei Rück­fra­gen:
Dr. Knut Müller
E-Mail: knut.mueller@prostata-hilfe-deutschland.de

Unse­re Kon­to­da­ten sind:
Kon­to­in­ha­ber: Pro­sta­ta Hil­fe e.V
Kon­to­in­sti­tut: Spar­kas­se Mainfranken
IBAN: DE 34 7905 0000 0048 3547 08
Ver­wen­dungs­zweck: Spen­de Pro­sta­ta Hil­fe Deutschland




Die Grün­der der Pro­sta­ta Hil­fe Deutsch­land: Micha­el Rein­hard, Dr. Frank Schie­fel­bein und Dr. Knut Mül­ler (v.l.)

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Dr. Frank Schie­fel­bein, Würz­bur­ger Uro­lo­ge und Mit­grün­der der Pro­sta­ta Hil­fe Deutschland

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Dr. Knut Mül­ler, Mit­grün­der der Pro­sta­ta Hil­fe Deutschland

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Micha­el Rein­hard, Mit­grün­der der Pro­sta­ta Hil­fe Deutschland

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Auf­takt in der Staats­kanz­lei: Die Grün­der der Pro­sta­ta Hil­fe Deutsch­land schal­ten gemein­sam mit Bar­ba­ra Stamm und Mela­nie Huml die PHD-Web­site frei.

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Pro­jekt­vor­stel­lung Pro­sta­ta Hil­fe Deutsch­land: Prä­sen­ta­ti­on für Medi­en­ver­tre­ter (PDF)

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