MRT bei Prostatakrebs: Wann sie gemacht wird und was sie bringt

Dr. Frank Schiefelbein im Video-Interview zum Thema MRT bei Prostatakrebs.

Was kann man mit Hilfe einer Magnetresonanztomographie feststellen?

Dr. Frank Schie­fel­bein: Die Mage­net­re­so­nanz­to­mo­gra­phie (MRT) oder auch Kern­spin­to­mo­gra­phie ist eine Unter­su­chung, mit der man ein sehr hoch auf­ge­lös­tes Bild bekommt. Seit ein paar Jah­ren gibt es mit dem 3-Tes­la-MRT eine sehr hoch auf­lö­sen­de Unter­su­chung, die Ver­än­de­run­gen in der Bin­nen­struk­tur der Pro­sta­ta auf­zei­gen kann. Momen­tan lie­fert das Kern­spin die genau­es­ten Ergeb­nis­se, was die bild­ge­ben­de Unter­su­chung der Pro­sta­ta angeht.

Was genau sieht man im MRT-Bild?

Mit der Magnet­re­so­nanz­to­mo­gra­phie kön­nen wir sehen, ob bei einer Ver­grö­ße­rung der Pro­sta­ta Tumor­ver­dacht vor­liegt. Und sie hilft uns vor allen Din­gen auch dabei, die Tumo­ren her­aus­zu­fin­den, die signi­fi­kant sind. Das heißt: die Tumo­ren, die auf­grund ihrer Gewe­be­struk­tur aggres­siv sind und die Nei­gung haben, spä­ter ein­mal aggres­siv zu wach­sen und Meta­sta­sen zu setzen.

Hat die MRT-Untersuchung Nebenwirkungen?

Im Gegen­satz zur Com­pu­ter­to­mo­gra­phie ist das Kern­spin kei­ne Unter­su­chung, die mit radio­ak­ti­ven Strah­len arbei­tet und des­halb auch weni­ger belas­tend ist. Aller­dings ist die MRT auch eine sehr teu­re Unter­su­chung, die tech­nisch sehr auf­wän­dig ist. Und sie ist auch kei­ne Unter­su­chung, die in allen Fäl­len von Pro­sta­ta­krebs durch­ge­führt wer­den muss. Die Indi­ka­ti­on muss ärzt­lich gestellt wer­den, und nicht immer ist ein Kern­spin erfor­der­lich – zum einen, weil sie teu­er ist, zum ande­ren aber auch, weil sie nicht immer die Aus­sa­ge­kraft hat, die wir uns im Ein­zel­fall wünschen.

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