Radiochirurgie – Cyberknife gegen Prostatakrebs

Cyber­kni­fe ist eine Bestrah­lungs­me­tho­de, bei der Ärz­te mit einem prä­zi­sen „Strah­len­mes­ser“ gegen bös­ar­ti­ge Tumo­ren vor­ge­hen – in der Pro­sta­ta, aber auch in vie­len ande­ren Orga­nen und Gewe­ben. Alles über die Radio­chir­ur­gie und das „Ope­rie­ren mit Strah­len“. Von Ingrid Mül­ler

Was ist Cyberknife?

Cyber­kni­fe ist eine noch rela­tiv neue radio­chir­ur­gi­sche Metho­de, mit der sich gut- und bös­ar­ti­ge Tumo­ren sehr prä­zi­se bestrah­len las­sen. Das Wort Radio­chir­ur­gie bedeu­tet so viel wie „Ope­rie­ren mit Strah­len“. Und Cyber­kni­fe lässt sich mit einem Mes­ser ver­glei­chen, das mit Strah­len schnei­det. Ent­wi­ckelt wur­de die Bestrah­lungs­me­tho­de von For­schern der Stand­ford Uni­ver­si­ty.

Radio­lo­gen rich­ten dabei hohe Strah­len­do­sen auf klei­ne Berei­che des Kör­pers, zum Bei­spiel auf bös­ar­ti­ge Tumo­ren in der Pro­sta­ta. So lässt sich gesun­des Gewe­be in der Umge­bung bes­ser scho­nen. Das Ver­fah­ren heißt auch „hypo­frak­tio­nier­te per­ku­ta­ne Strah­len­the­ra­pie“. Im Ver­gleich zur nor­ma­len Bestrah­lung funk­tio­niert Cyber­kni­fe mit einer höhe­ren Ein­zel­do­sis, gerin­ge­rer Gesamt­do­sis und einer meist kür­ze­ren Behand­lungs­dau­er.

Stereotaktische Bestrahlung – was ist das?

Die ste­reotak­ti­sche Bestrah­lung ist eine sehr prä­zi­se Metho­de der Strah­len­the­ra­pie. Sie kann klei­ne Tumo­re oder Meta­sta­sen scho­nend und wirk­sam behan­deln. Radio­lo­gen kön­nen dabei hohe Ein­zel­do­sen gezielt auf den Tumor rich­ten und Risi­ko­or­ga­ne bes­ser schüt­zen. Die The­ra­pie ist ambu­lant mög­lich.

Wie funktioniert Cyberknife?

Cyber­kni­fe kom­bi­niert drei ver­schie­de­ne Tech­no­lo­gien mit­ein­an­der, die gemein­sam Hand in Hand arbei­ten und so eine genaue Bestrah­lung von Tumo­ren ermög­li­chen.

Linearbeschleuniger

Die­ser erzeugt hoch­en­er­ge­ti­sche Pho­to­nen­strah­len (Rönt­gen­strah­len) und lenkt sie aus vie­len ver­schie­de­nen Rich­tun­gen des Raums auf den Tumor. Die Strah­len tref­fen gebün­delt auf das Krebs­ge­we­be, über­la­gern sich dort, ent­fal­ten gezielt ihre Wir­kung und schal­ten so den Tumor aus – ver­glei­chen lässt sich dies mit einem „Kreuz­feu­er“, in das der Krebs­herd gerät.

Jeder ein­zel­ne Strahl für sich genom­men wäre zu schwach, um dem Tumor etwas anha­ben zu kön­nen. Aber zusam­men genom­men ent­fal­ten die Strah­len eine enor­me Schlag­kraft. Das umlie­gen­de gesun­de Gewe­be bekommt nur einen gerin­gen Teil der Strah­len­en­er­gie ab und lässt sich somit weit­ge­hend scho­nen.

Präzisionsroboter

Der Pho­to­nen­strah­ler ist an einem Robo­ter­arm befes­tigt, der meh­re­re Gelen­ke besitzt und sich daher fle­xi­bel steu­ern lässt. Der Robo­ter besitzt ver­schie­de­ne Siche­rungs­sys­te­me, damit er dem Pati­en­ten bei der Bestrah­lung nicht zu nahe kommt.

Computergesteuertes Bildortungssystem und dynamische Positionskorrektur

Cyber­kni­fe ver­fügt über ein spe­zi­el­les Bild­or­tungs­sys­tem. Die­ses besteht aus zwei Rönt­gen­röh­ren an der Decke und zwei Bild­de­tek­to­ren, die sich im Boden befin­den. So las­sen sich Struk­tu­ren und Orga­ne prä­zi­se im Raum orten.

Außer­dem lässt sich die Posi­ti­on des Robo­ters dyna­misch anpas­sen. Pati­en­ten haben wäh­rend der Bestrah­lung LEDs auf ihrem Ober­kör­per, deren Bewe­gun­gen eine Kame­ra auf­zeich­net. Wäh­rend der Cyber­kni­fe-Behand­lung ver­folgt und kor­ri­giert das Sys­tem die Bewe­gun­gen des Pati­en­ten in Echt­zeit. Es fer­tigt kon­ti­nu­ier­lich neue Rönt­gen­bil­der an und ver­gleicht sie mit den ursprüng­li­chen Auf­nah­men der Com­pu­ter­to­mo­gra­fie. So kann das Sys­tem Abwei­chun­gen berech­nen und Bewe­gun­gen des Tumors aus­glei­chen, zum Bei­spiel wenn ein Pati­ent atmet (Atem­kom­pen­sa­ti­on). Bei­de Infor­ma­tio­nen – die Tumor­po­si­ti­on und die Atem­be­we­gung – syn­chro­ni­siert das Sys­tem zeit­lich und erstellt dann ein Modell der Tumor­be­we­gung.

Cyber­kni­fe: Line­ar­be­schleu­ni­ger, Robo­ter­arm und Posi­ti­ons­kor­rek­tur in einem © Euro­pai­sches Cyber­kni­fe Zen­trum Muen­chen-Groß­ha­dern

Cyberknife bei Prostatakrebs – für welchen Mann?

Die Metho­de eig­net für Män­ner mit lokal begrenz­tem Pro­sta­ta­krebs. Manch­mal wen­den Radio­chir­ur­gen sie auch bei loka­len Rück­fäl­len (Rezi­di­ven) sowie Meta­sta­sen in den Lymph­kno­ten oder Kno­chen an. Aller­dings dür­fen nicht zu vie­le Meta­sta­sen vor­han­den sein. Bis­lang ist Cyber­kni­fe bei Pro­sta­ta­krebs eine expe­ri­men­tel­le Metho­de. Das bedeu­tet, dass Ärz­te sie nur im Rah­men von Stu­di­en durch­füh­ren soll­ten.

All­ge­mein ist Cyber­kni­fe zur Behand­lung von gut- und bös­ar­ti­gen Tumo­ren in ver­schie­de­nen Kör­per­be­rei­chen zuge­las­sen, zum Bei­spiel Gehirn, Rücken­mark, Wir­bel­säu­le, Pro­sta­ta, Lun­ge, Leber, Nie­re oder Bauch­spei­chel­drü­se. Ob die­se Form der ste­reotak­ti­schen Bestrah­lung für Sie in Fra­ge kommt, hängt von der Art und Grö­ße des Tumors ab. Zudem spie­len noch indi­vi­du­el­le Fak­to­ren eine Rol­le. Bespre­chen Sie sich immer mit Ihrem behan­deln­den Arzt, ob Cyber­kni­fe eine Behand­lungs­mög­licheit für Sie ist.

Wie wirkt die Cyberknife?

Dei radio­chir­ur­gi­sche Metho­de funk­tio­niert mit Hil­fe von gebün­del­ten Rönt­gen­strah­len. Die­se schä­di­gen das Erb­gut der Krebs­zel­len, die DNA. Im Gegen­satz zu gesun­den Zel­len kön­nen bös­ar­ti­ge Tumor­zel­len die­se Schä­den nicht mehr repa­rie­ren. Sie kön­nen sich nicht mehr tei­len und ver­meh­ren – dann ster­ben sie ab. Der Kör­per besei­tigt die toten Zel­len im Anschluss.

Manch­mal stellt sich die Wir­kung bei Cyber­kni­fe erst all­mäh­lich ein. Eini­ge Tumo­ren ver­schwin­den lang­sa­mer als ande­re. Wich­tig ist es daher, dass der Radio­lo­ge Erfah­rung mit dem Ver­fah­ren hat. Denn auch gering­fü­gi­ge Ver­än­de­run­gen las­sen sich posi­tiv deu­ten – etwa, wenn der Tumor sein Wachs­tum ein­stellt oder nicht mehr aktiv ist.

Cyberknife bei Prostatakrebs – was sind die Besonderheiten?

Die Pro­sta­ta ist ein beweg­li­ches Organ – wie vie­le ande­re Orga­ne auch. Und das ist eine gro­ße Her­aus­for­de­rung für Radio­lo­gen. Denn die Pro­sta­ta kann ihre Posi­ti­on auf­grund der Darm­ak­ti­vi­tät, Fül­lung von Darm und Bla­se oder Bewe­gun­gen des Pati­en­ten (z.B. beim Atmen) unvor­her­seh­bar ändern. Dann ver­än­dert sich auch die Lage des Tumors, den es zu bekämp­fen gilt. Zudem ist die Pro­sta­ta selbst auf Rönt­gen­auf­nah­men nicht erkenn­bar. Um sie auf­zu­fin­den, implan­tie­ren Ärz­te vor der Behand­lung vier klei­ne Gold­mar­ker in die Pro­sta­ta, soge­nann­te “Fidu­cials“. Dies geschieht unter ört­li­cher Betäu­bung und Kon­trol­le durch Ultra­schall­bil­der.

Anhand die­ser Gold­mar­ker kön­nen Radio­lo­gen spä­ter die Posi­ti­on der Pro­sta­ta per Bild­or­tungs­sys­tem bestim­men und kor­ri­gie­ren. Es ortet, ver­folgt und kor­ri­giert Bewe­gun­gen auto­ma­tisch – so las­sen sich die ein­zel­nen Strah­len gezielt zu ihrem Ziel hin steu­ern und abge­ben. Gesun­des Gewe­be in der Umge­bung der Pro­sta­ta lässt sich auf die­se Wei­se bes­ser scho­nen.

Cyberknife – Ablauf der Bestrahlung

Wie bei jeder Behand­lung steht am Anfang das Gespräch zwi­schen Arzt und Pati­ent. Radio­lo­gen müs­sen gut über Ihre Kran­ken­ge­schich­te Bescheid wis­sen, zum Bei­spiel:

Ärz­te erklä­ren Ihnen die Behand­lung aus­führ­lich. Sie sagen Ihnen, wie sie abläuft und wel­che Chan­cen und Risi­ken sie birgt. Wich­tig ist eine gute Pla­nung der The­ra­pie. Fol­gen­de Schrit­te umfasst die ste­reotak­ti­sche Strah­len­the­ra­pie:

Computertomografie (Planungs-CT)

Ärz­te ermit­teln zunächst die genaue Form und Lage des Tumors in der Pro­sta­ta anhand einer Com­pu­ter­to­mo­gra­fie (CT). Die­se arbei­tet mit Rönt­gen­strah­lung und nimmt den Kör­per „scheib­chen­wei­se“ auf. Meist kommt ein Kon­trast­mit­tel zum Ein­satz. So ent­ste­hen detail­lier­te Schnitt­bil­der aus dem Kör­per­in­ne­ren. Dar­aus errech­nen sie wie­der­um die not­wen­di­ge Strah­len­do­sis und Ein­strahl­rich­tung.

Die Daten aus dem Pla­nungs-CT ver­wen­den Ärz­te spä­ter zum Abgleich mit der tat­säch­li­chen Posi­ti­on wäh­rend der Cyber­kni­fe-Behand­lung. Weil die Pro­sta­ta beweg­lich ist und sich spä­ter ver­schie­ben kann, implan­tie­ren Ärz­te vor­ab unter ört­li­cher Betäu­bung über den Damm win­zi­ge Gold­mar­ker zur Mar­kie­rung. Die­se Stif­te aus Gold sind weni­ge Mil­li­me­ter lang und die­nen als Ori­en­tie­rung wäh­rend der Bestrah­lung.

Bestrahlung planen

Exper­ten erstel­len vor der Behand­lung einen aus­ge­klü­gel­ten Bestrah­lungs­plan. Die Soft­ware des Cyber­kni­fe-Sys­tems nutzt dafür die Daten aus dem Pla­nungs-CT und errech­net die opti­ma­le Strah­len­ver­tei­lung. Die CT-Bil­der las­sen sich zudem mit Auf­nah­men einer Magnet­re­so­nanz­to­mo­gra­fie (MRT= Kern­spin­to­mo­gra­fie) oder Posi­tro­nen­emis­si­ons­to­mo­gra­fie (PET) kom­bi­nie­ren. Der Arzt mar­kiert auf den Bil­dern den Tumor sowie die angren­zen­den Struk­tu­ren, die er mög­lichst gut scho­nen möch­te.

Bestrahlung mit Cyberknife

Vor­ab der Strah­len­be­hand­lungn hel­fen Ihnen viel­leicht eini­ge Tipps:

  • Tra­gen Sie nor­ma­le, beque­me Klei­der, die Sie nicht ein­engen. Sie soll­ten sich mög­lichst frei dar­in füh­len und gut bewe­gen kön­nen.
  • Sie kön­nen vor­her nor­mal essen und trin­ken, müs­sen also nicht nüch­tern erschei­nen.
  • Neh­men Sie auch even­tu­el­le Medi­ka­men­te wie gewohnt ein.
  • Viel­leicht las­sen Sie sich von einem Freund oder Ange­hö­ri­gen zur Behand­lung beglei­ten – er kann Sie vor und nach der Bestrah­lung unter­stüt­zen.

Der Ablauf der Cyber­kni­fe-Bestrah­lung selbst lässt sich unge­fähr so beschrei­ben:

  • Der Arzt posi­tio­niert Sie auf der Behand­lungs­lie­ge – Sie soll­ten bequem, ruhig und ent­spannt lie­gen. Sie kön­nen auch Musik hören, wenn Sie mögen.
  • Wäh­rend der Behand­lung sind Sie allei­ne im Raum. Sie sind jedoch per Video und Sprech­an­la­ge mit dem Behand­lungs­team neben­an ver­bun­den.
  • Das Cyber­kni­fe wird durch einen Robo­ter geführt. Der Arm mit dem Pho­to­nen­strah­ler bewegt sich Schritt für Schritt zu den jewei­li­gen Posi­tio­nen, die zuvor errech­net wur­den. Dann wird der Tumor jeweils weni­ge Sekun­den lang bestrahlt. Bevor das Gerät die Strah­len abgibt, nimmt es neue Bil­der auf und gleicht sie mit den Daten aus dem Pla­nungs-CT ab. So las­sen sich Abwei­chun­gen erken­nen und die Rich­tung der Strah­len kor­ri­gie­ren. Auch das gesam­te Behand­lungs­team über­wacht jeden Schritt und kann jeder­zeit ein­grei­fen. Zudem besitzt der Robo­ter ver­schie­de­ne Siche­rungs­sys­te­me und stoppt bei Abwei­chun­gen auto­ma­tisch. Die Behand­lung lässt sich unter­bre­chen und wie­der fort­set­zen.
  • Meist sind eine bis maxi­mal fünf Sit­zun­gen nötig – je nach Art und Grö­ße des Tumors. Eine Behand­lungs­sit­zung dau­ert unge­fähr 30 bis 90 Minu­ten.
  • Nach der Cyber­kni­fe-Bestrah­lung kön­nen Sie ganz nor­mal in Ihren All­tag zurück­keh­ren.

Etwa drei Mona­te nach der Behand­lung soll­ten Sie die Nach­sor­ge wahr­neh­men. Der Arzt fragt sie zu Ihrem Gesund­heits­zu­stand, Neben­wir­kun­gen, Kom­pli­ka­tio­nen und Ihrem Wohl­be­fin­den.

Vorteile von Cyberknife

Die ste­reotak­ti­sche Bestrah­lung besitzt eini­ge Plus­punk­te. Man­che tref­fen aller­dings auch auf die kon­ven­tio­nel­le Strah­len­the­ra­pie zu. Dazu gehö­ren zum Bei­spiel:

  • Kür­ze­re Behand­lungs­zeit von höchs­tens fünf Tagen. Die kon­ven­tio­nel­le Bestrah­lung von außen über die Haut dau­ert dage­gen meh­re­re Wochen. Bei­de Bestrah­lungs­ver­fah­ren sind jedoch etwa gleich effek­tiv.
  • Die Behand­lung ist schmerz­frei und funk­tio­niert nicht-inva­siv (ohne Op mit Schnit­ten)
  • Angren­zen­des gesun­des Gewe­be wird geschont.
  • Sie kön­nen die The­ra­pie ambu­lant durch­füh­ren – anschlie­ßend gehen Sie wie­der nach Hau­se. Das gilt aller­dings auch für die Strah­len­the­ra­pie von außen.
  • Kei­ne oder nur weni­ge Neben­wir­kun­gen
  • Rasche Rück­kehr in den All­tag

Cyberknife – Nachteile und Nebenwirkungen

Cyber­kni­fe gibt die Strah­len sehr ziel­ge­nau in den Tumor ab und sorgt dafür, dass umlie­gen­des Gewe­be kei­nen gro­ßen Scha­den nimmt. Ein Nach­teil ist, dass dies nur bei rela­tiv klei­nen Tumo­ren funk­tio­niert. Daher eig­net sich die ste­reotak­ti­sche Bestrah­lung nicht für jeden Mann mit Pro­sta­ta­krebs. Die Cyber­kni­fe-Behand­lung kann – wie jede The­ra­pie – mit Neben­wir­kun­gen ver­bun­den sein. Sie hän­gen von der Grö­ße und Lage des Tumors sowie der ein­ge­setz­ten Strah­len­do­sis ab.

Mög­lich sind zum Bei­spiel:

  • Müdig­keit, Abge­schla­gen­heit
  • leich­te Kopf­schmer­zen
  • Übel­keit

In der Regel klin­gen die­se Beschwer­den von selbst inner­halb weni­ger Tage ab und Pati­en­ten erho­len sich wie­der voll­stän­dig.

Strahlentherapien

Lesen Sie, wie die Bestrah­lung von außen funk­tio­niert und wie Ärz­te die Pro­sta­ta von innen mit­tels Brachythe­ra­pie bestrah­len. Außer­dem: War­um die Strah­len­the­ra­pie nach einer Ope­ra­ti­on oft war­ten kann.

Cyberknife – bezahlt die Krankenkasse die Bestrahlung?

Eini­ge Kli­ni­ken, die eine Cyber­kni­fe-Behand­lung anbie­ten, haben spe­zi­el­le Ver­trä­ge mit den gesetz­li­chen Kran­ken­kas­sen zur Über­nah­me der Kos­ten geschlos­sen. Ist die nicht der Fall, kön­nen Sie bei Ihrer Kran­ken­kas­se eine Ein­zel­fall­ent­schei­dung bean­tra­gen. Wich­tig ist immer vor der Behand­lung: Fra­gen Sie bei Ihrer Kran­ken­kas­se nach und spre­chen Sie mit den behan­deln­den Ärz­ten über die Kos­ten. So sind Sie auf der siche­ren Sei­te und blei­ben anschlie­ßend nicht auf hohen Geld­be­trä­gen sit­zen.

Die pri­va­ten Kran­ken­ver­si­che­run­gen bezah­len die Cyber­kni­fe-Behand­lung meist. Aber auch hier gilt der Rat­schlag: Fra­gen Sie zuvor nach, damit Sie kei­ne böse Über­ra­schung erle­ben. Kli­ni­ken in vie­len Groß­städ­ten wie Mün­chen, Ham­burg oder Ber­lin bie­ten die Cyber­kni­fe-Behand­lung an. 

Ach­tung: Die S3-Leit­li­nie zu Pro­sta­ta­krebs emp­fiehlt die hypo­frak­tio­nier­te Bestrah­lung der­zeit nur im Rah­men kon­trol­lier­ter, kli­ni­scher Stu­di­en. Auch wenn sich die Metho­de in den Stu­di­en nicht bis­lang nicht als unter­le­gen im Ver­gleich zur kon­ven­tio­nel­len Bestrah­lung gezeigt hat – Exper­ten zufol­ge sind die bis­he­ri­gen Stu­di­en noch nicht aus­sa­ge­kräf­tig genug – es müs­sen wei­te­re fol­gen.

Quellen

• Euro­päi­sches Cyber­kni­fe Zen­trum Mün­chen-Groß­ha­dern, https://www.cyber-knife.net/de/behandlung/indikationen/prostata.html und https://www.cyber-knife.net/de/patienten/faq.html
• Cha­ri­té Uni­ver­si­täts­me­di­zin Ber­lin, https://radioonkologie.charite.de/leistungen/cyberknife/behandlungsspektrum/prostatakarzinom/
• Inter­dis­zi­pli­nä­re Leit­li­nie der Qua­li­tät S3 zur Früh­erken­nung, Dia­gno­se und The­ra­pie der ver­schie­de­nen Sta­di­en des Pro­statakar­zi­noms, Ver­si­on 5.1, Stand: Mai 2019 https://www.leitlinienprogramm-onkologie.de/fileadmin/user_upload/Downloads/Leitlinien/Prostata_5_0/LL_Prostatakarzinom_Langversion_5.1.pdf (Abruf: 23.11.2020)

Datum: 4.12.2020
Ergänzt: 13.12.2020

Redaktion transparent

Prostata Hilfe Deutschland: Illustrationsbild -War­um wir den Mar­ken­na­men Cyber­kni­fe nen­nen:

  • Der Name „Cyber­kni­fe“ hat sich in den Sprach­ge­brauch ein­ge­bür­gert – von Ärz­ten und Pati­en­ten.
  • Wir haben unse­re Nut­zer im Blick: Wer nach der radio­chir­ur­gi­schen Metho­de im Inter­net sucht, soll den redak­tio­nel­len Inhalt auch auf­fin­den und sich infor­mie­ren kön­nen
  • Neben dem Cyber­kni­fe gibt es noch ande­re Metho­den der Radio­chir­ur­gie, die nach dem glei­chen Prin­zip arbei­ten, zum Bei­spiel Tru­e­Beam oder Nova­lis. Ver­schie­de­ne Kli­ni­ken in Deutsch­land bie­ten sie an.
Alle Krebsbehandlungen

Prostata Hilfe Deutschland: Illustrationsbild - Ärzte im Operationssaal

Von Ope­ra­ti­on, Bestrah­lung, Che­mo­the­ra­pie und Medi­ka­men­ten bis hin zur Kom­ple­men­tär­me­di­zin – alle Behand­lun­gen im Über­blick »»

Prostata Hilfe Deutschland: Illustrationsbild Ernährung bei Krebs - Frau mit Apfel in der Hand

Ernährung bei Krebs: „Es gibt keine Krebs-Diät“

Die Lis­te an popu­lä­ren Krebs-Diä­­ten ist lang. Die meis­ten die­ser Diä­ten ver­spre­chen viel und hal­ten wenig. Doch was ist die rich­ti­ge Ernäh­rung bei Krebs? Und: Kann eine gesun­de Ernäh­rung vor Krebs schüt­zen?

Prostata Hilfe Deutschland: Illustrationsbild - Mann mit Laptop

Prostatakrebs: Viele Männer wissen nicht genug

Um das Wis­sen über Pro­sta­ta­krebs ist es bei vie­len Män­nern nicht zu Bes­ten bestellt. Vie­le tap­pen im Dun­keln, beson­ders wenn es um die The­ra­pie­ent­schei­dung geht, ergab eine neue Stu­die.

Prostata Hilfe Deutschland: Illustrationsbild - Mann mit Notebook

Online-Tool für Prostatakrebs – Hilfe für Männer bei der Therapiewahl

Ein Online-Tool soll Män­nern mit Pro­sta­ta­krebs bei der The­ra­pie­ent­schei­dung hel­fen. Es zeigt ihnen, was ande­re Män­ner in ähn­li­cher Situa­ti­on gewählt haben.

Prostata Hilfe Deutschland: Illustrationsbild Tookad - Laserfasern gegen Prostatakrebs

Prostatakrebs: Neue Behandlung mit Laserfasern

Für Män­ner mit wenig aggres­si­vem Pro­sta­ta­krebs gibt es eine neue Behand­lung. Dabei akti­viert Laser­licht ein Medi­ka­ment, wel­ches die Krebs­zel­len zer­stört.

Prostata Hilfe Deutschland: Portraitfoto - Dr. Schiefelbein

Neue Behandlungen bei Prostatakrebs

For­scher haben neue Behand­lun­gen bei Pro­sta­ta­krebs in ihren Labo­ren aus­ge­tüf­telt. Wel­che das sind, erklärt der Uro­lo­ge Dr. Frank Schie­fel­bein im Video-Inter­­view.

Radiochirurgie – Cyberknife gegen Prostatakrebs

Cyber­kni­fe ist eine Bestrah­lungs­me­tho­de, bei der Ärz­te mit einem prä­zi­sen „Strah­len­mes­ser“ gegen bös­ar­ti­ge Tumo­ren vor­ge­hen – in der Pro­sta­ta, aber auch in vie­len ande­ren Orga­nen. Alles über die Radio­chir­ur­gie und das „Ope­rie­ren mit Strah­len“.

Prostata Hilfe Deutschland: Portraitfoto - Dr. Schiefelbein

Hormon-Chemotherapie bei fortgeschrittenem Prostatakrebs

Bei fort­ge­schrit­te­nem Pro­sta­ta­krebs set­zen Ärz­te neu­er­dings auf die kom­bi­nier­te Hor­­mon-Che­­mo­­the­ra­­pie. Wie sie genau funk­tio­niert, erklärt der Uro­lo­ge Dr. Frank Schie­fel­bein im Video-Inter­­view

Lokal begrenz­ter Pro­sta­ta­krebs

Prostata Hilfe Deutschland: Illustrationsbild - Lokal begrenzter Prostatakrebs

Lokal begrenz­ter Pro­sta­ta­krebs ist unter­schied­lich bös­ar­tig

Foka­le The­ra­pie

Die foka­le The­ra­pie eig­net sich nicht für jeden Mann mit Pro­sta­ta­krebs

Nach­sor­ge-App

Nach­sor­ge-App soll Män­ner mit Pro­sta­ta­krebs fit­ter machen

Brachythe­ra­pie

Die LDR-Brachythe­ra­pie gibt es bald auch in der Arzt­pra­xis

 

Unterstützen Sie uns mit Ihrer Spende

Prostata Hilfe Deutschland: Illustrationsbild - Logo der Bayerischen Krebsgesellschaft          Logo Outdoor against Cancer

Logo Facebook  Logo Twitter

© Pro­sta­ta Hil­fe Deutsch­land | Impres­sum | Daten­schutz