Strahlentherapie bei Prostatakrebs beeinflusst das Sterberisiko

Män­ner mit Pro­sta­ta­krebs haben womög­lich nach einer Strah­len­the­ra­pie ein erhöh­tes Risi­ko, an Herz-Kreis­lauf-Erkran­kun­gen oder einer ande­ren Krebs­art zu ster­ben. Es gebe jedoch Unter­schie­de bezüg­lich der Art der Strah­len­the­ra­pie, berich­ten kana­di­sche Forscher.

Die Bestrah­lung bei Pro­sta­ta­krebs ist ein wich­ti­ger The­ra­pie­bau­stein, weil sie die Hei­lungs­chan­cen ver­bes­sert. So ver­su­chen Ärz­te, even­tu­ell noch vor­han­de­ne Krebs­zel­len mit Strah­len zu bekämp­fen und sie so an der Aus­brei­tung zu hin­dern. Betrof­fe­ne Män­ner ster­ben dann oft nicht an ihrem Pro­sta­ta­ta­krebs, son­dern an einer ganz ande­ren Erkran­kung. Doch womög­lich nimmt nach einer Strah­len­the­ra­pie das Risi­ko zu, einer Herz-Kreis­lauf-Erkran­kung oder ande­ren Krebs­ar­ten zu erlie­gen. Die­ses Risi­ko hängt offen­bar davon ab, auf wel­che Art und Wei­se Radio­lo­gen die Bestrah­lung bei Pro­sta­ta­krebs ver­ab­rei­chen. Dies berich­ten jetzt kana­di­sche For­scher von der Uni­ver­si­ty of Toronto.

Bestrahlung bei Prostatakrebs oder Operation

Das For­scher­team um Chris­to­pher Wal­lis ver­folg­te Pati­en­ten mit einem Pro­sta­ta­krebs, der noch nicht in ande­re Orga­ne gestreut hat­te. Er hat­te dem­nach kei­ne Meta­sta­sen gebil­det, die als beson­ders gefähr­lich gel­ten. im Früh­sta­di­um ist der Krebs näm­lich noch auf die Pro­sta­ta beschränkt und die Pro­gno­se ist damit sehr gut. Im Schnitt wur­den die männ­li­chen Pro­ban­den über 7,4 Jah­re beobachtet.

Die For­scher ver­gli­chen in ihrer Stu­die knapp 5.400 Pati­en­ten­paa­re mit­ein­an­der. Die Män­ner waren ein­an­der ähn­lich, was ihre Lebens­ge­wohn­hei­ten, das Alter oder Beglei­ter­kran­kun­gen betraf. Auch hin­sicht­lich ihrer Risi­ko­fak­to­ren für Herz-Kreis­lauf-Erkran­kun­gen oder der Ein­nah­me zusätz­li­cher Medi­ka­men­te waren die Pro­ban­den mit­ein­an­der ver­gleich­bar. Die einen Stu­di­en­teil­neh­mer unter­zo­gen sich einer Bestrah­lung bei Pro­sta­ta­krebs, bei den ande­ren wur­de das Pro­statakar­zi­nom operiert.

Besonders gefährlich: Bestrahlung bei Prostatakrebs von außen

Das Ergeb­nis: Män­ner hat­ten nach einer Strah­len­the­ra­pie ein höhe­res Risi­ko als ope­rier­te Män­ner, an einer ande­ren Krebs­art als an ihrem Pro­sta­ta­krebs zu ster­ben. Zudem war ihr Risko für den Tod durch Herz-Kreis­lauf-Erkran­kun­gen nach der Bestrah­lung erhöht. Aller­dings fan­den die For­scher Unter­schie­de bei der Art der ange­wen­de­ten Strah­len­the­ra­pie. Erhöht war das Ster­be­ri­si­ko nur bei einer Bestrah­lung von außen (Tele­the­ra­pie), nicht aber bei einer Bestrah­lung von innen (Brachythe­ra­pie).

Quel­le

  • Wal­lis CJD et. al. Asso­cia­ti­on Bet­ween Pri­ma­ry Local Tre­at­ment and Non-pro­sta­te Can­cer Mor­ta­li­ty in Men With Non­me­ta­sta­tic Pro­sta­te Can­cer. Uro­lo­gy, Janu­ar 2018, https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/29305198

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